Title:
Die Verteilung von Vermögen in Österreich
Creator:
Melzer, Manuel Wikipedia Rehm, Miriam Wikipedia Schlager, Christa Wikipedia Thoman, Josef Wikipedia
PURL document:
urn:nbn:at:at-akw:g-598135
PURL:
https://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/resolver?urn=urn:nbn:at:at-akw:g-598248
wien.arbeiterkammer.at D I E  V E R T E I L U N G  V O N  V E R M � G E N  I N  � S T E R R E I C H   |   1 1
Hintergrundinformationen zur Verm�genserhebung
Es floss kein Verm�gen 
aus Privatstiftungen in 
den HFCS f�r �ster�
reich mit ein, und es ist 
kein einziger Milliar�
d�rs�Haushalt erfasst 
worden. Sowohl das 
Gesamtverm�gen als 
auch die Ungleichver�
teilung werden daher 
von dieser Seite stark 
untersch�tzt.
chen Interviews erhoben, und strenge 
Qualit�tsrichtlinien bei der Auswahl der 
Interviewerinnen und Interviewer, der 
Schulung, der Feldzeit und der Daten-
kontrolle und -validierung angelegt.
Somit entspricht der HFCS den Qua-
lit�tskriterien der amtlichen Statistik. 
Eine gro�e Zahl von ver�ffentlichen 
Daten der Statistik Austria beruht eben-
falls auf empirisch erhobenen Bev�lke-
rungsdaten, wie etwa der Mikrozensus, 
die Armutsdaten (EU-SILC), die Kon-
junkturerhebung, und die Preis- und 
Konsumstatistik.
5. Was sind die gr��ten Heraus�
forderungen bei Verm�genser�
hebungen und wie wird damit 
beim HFCS umgegangen?
Zwei zentrale Schwierigkeiten sind die 
Teilnahmeverweigerung von Haushalten 
(Unit-Non-Response) und die Nichtbe-
antwortung von einzelnen Fragen (Item-
Non-Response). Wenn diese Probleme 
bei Haushalten aus allen Verm�gens-
schichten mit der gleichen Wahrschein-
lichkeit auftreten w�rden, k�nnten sie 
statistisch gel�st werden, indem fehlen-
de Information gesch�tzt wird.
Allerdings lehnen verm�gende Haushal-
te eine Teilnahme an Untersuchungen 
zu Einkommen und Verm�gen h�ufiger 
ab und verweigern �fter Antworten. Da 
das Verm�gen aber stark auf wenige 
Haushalte konzentriert ist, fehlen Daten 
am oberen Ende der Verteilung g�nzlich. 
Das Verm�gen jener Haushalte, deren 
Verm�gen �ber dem h�chsten beob-
achteten Wert liegt, kann n�mlich nicht 
gesch�tzt werden.
So floss kein Verm�gen aus Privatstif-
tungen in den HFCS f�r �sterreich mit 
ein, und es ist kein einziger Milliard�rs-
Haushalt erfasst worden. Sowohl das 
Gesamtverm�gen als auch die Ungleich-
verteilung werden daher von dieser Seite 
stark untersch�tzt.
Eine mangelnde Erfassung ist auch am 
unteren Ende der Verteilung zu erwar-
ten, etwa weil Personen in Anstalten 
oder ohne Anschrift von vornherein aus 
der Erhebung ausgeschlossen sind. Da-
durch wird die Ungleichverteilung noch 
st�rker untersch�tzt. Allerdings macht 
die Untererfassung am unteren Rand 
f�r die H�he des Gesamtverm�gens al-
ler Wahrscheinlichkeit nach kaum einen 
Unterschied.
Bewusste Fehlangaben der Auskunfts-
personen oder der Versuch der Irre-
f�hrung sind hingegen ein geringeres 
Problem. Dank vielf�ltiger Computer-
unterst�tzter Plausibilit�tstests und 
Kreuzkontrollen k�nnen sie �blicherwei-
se schon w�hrend der Interviews identi-
fiziert werden. 
Das gravierendere Problem ist somit die 
Untersch�tzung hoher Verm�gen. Bei ei-
ner erneuten Erhebung ist es deshalb un-
bedingt notwendig, so wie international 
und auch in vielen Eurol�ndern im Rah-
men des HFCS �blich, gezielt mehr ver-
m�gensreiche Haushalte in die Stichpro-
benziehung aufzunehmen, um auch die 
extrem reichen Haushalte zu erfassen.
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