Full text: Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen (Tabellen)

- Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen – Ländervergleich 
Mag. Gerald Klec  13/20 
Studie im Auftrag der AK-Wien 
 
Deutschland 
 
Kapitaldeckung 
(extern) / aus dem 
Cashflow finanziert 
(Direktzusagen) 
 
Direktzusagen mit Pensionsrückstellungen in den Bilanzen der 
Unternehmen sind nach wie vor die bedeutendste Form von 
Pensionszusagen. Im Rahmen ausgelagerter Durchführungswege 
dominieren Versicherungslösungen (Direktversicherung, 
Pensionskassen), den neuen Pensionsfonds nach angelsächsischer 
Prägung kommt noch eine geringe Bedeutung zu 
 
 
Beitragszusage (DC- 
Defined Contribution)  
Leistungszusage (DB - 
Defined Benefit) 
 
Leistungsdefinierte Direktzusagen sind nach wie vor von großer 
Bedeutung. 
Bei den in ausgelagerten Systemen vorherrschenden 
Versicherungslösungen (Direktversicherung, Pensionskasse im 
Rahmen des Versicherungsaufsichtsgesetzes) haftet der Arbeitgeber 
ebenfalls grundsätzlich für die Erfüllung der Zusage, soweit sich die 
Zusage de facto auf eine bestimmte Beitragszahlung beschränkt. 
Mit den seit 2002 neu geschaffenen Pensionsfonds finden auch 
beitragsdefinierte Modelle ohne Versicherungscharakter 
Verbreitung. In diesem Fall haftet der Arbeitgeber für den 
Nominalwert der Summe der Beiträge für Altersleistungen.  
 
 
Kapitalmarktrisiko / 
Garantien  
 
In den Defined Benefit Plänen trägt der Arbeitgeber die 
Finanzierungsverantwortung für die Erfüllung der Leistungszusage.  
Bei Versicherungslösungen übernimmt das Versicherungsinstitut im 
Ausmaß der garantierten Leistung und des zugrundeliegenden 
Garantiezinses das Risiko. Die Arbeitnehmer sind über die Höhe der 
Gewinnbeteiligung am Risiko beteiligt. Die Versicherungswirtschaft 
hat für Direktversicherungen und für Pensionskassen der 
Versicherungswirtschaft eine eigene Auffanglösung für den Fall der 
Insolvenz eines Instituts geschaffen.  
In den Defined Contribution Plänen ohne Versicherungscharakter 
muss der Arbeitgeber (zum Pensionsantritt) den Nominalwert der 
Beiträge abzüglich der Prämienanteile für die Absicherung der 
Risken Tod und Invalidität garantieren. Die Arbeitnehmer tragen in 
diesem Fall das Risiko einer nominalen Null- Verzinsung (reale 
Negativverzinsung in der Höhe der kumulierten Inflation) gerechnet 
über die gesamte Ansparphase. 
Im Ausmaß der Umwandlung des Kapitalstocks in eine 
Lebensversicherung zum Pensionsantritt erfolgt für die 
Pensionsphase eine entsprechende Risikoübernahme durch den 
Versicherer.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.