Full text: Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen (Tabellen)

- Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen – Ländervergleich 
Mag. Gerald Klec  4/20 
Studie im Auftrag der AK-Wien 
 
Schweden 
 
Kapitaldeckung 
(extern) / Finanzierung 
aus Cashflow 
(Direktzusagen) 
 
Betriebspension gibt es in Schweden sowohl in Form von 
Direktzusagen als auch in ausgelagerter Form mit Kapitaldeckung.  
Für Arbeiter und für jüngere Angestellte (Geburtsjahrgänge ab 
1979) gibt es nur die kapitalgedeckte Form.  
 
 
Beitragszusage (DC- 
Defined Contribution)  
Leistungszusage (DB -
Defined Benefit) 
 
DB-Modelle gibt es für Angestellte mit Geburtsjahrgang 1978 oder 
älter (Abwicklung teils als Direktzusage, teils über Versicherungen)  
DC-Modelle mit Abwicklung über Versicherungen gibt es für 
Arbeiter und für Angestellte der Geburtsjahrgänge ab 1979 (bei 
klassischen Versicherungsprodukten gibt es durch die garantierten 
Mindestleistungen DB-Elemente)  
 
 
Kapitalmarktrisiko / 
Garantien 
 
DC-Systeme: Bei klassischen Versicherungslösungen trägt primär 
das Versicherungsunternehmen das Kapitalmarktrisiko (garantierte 
Mindestleistung). Die Arbeitnehmer tragen insofern einen Teil des 
Risikos als die Höhe der Gewinnzuteilung im Wesentlichen vom 
Ausmaß der Veranlagungserträge bestimmt wird. Seit einiger Zeit 
gibt es auch Lebensversicherungspläne ohne garantierte 
Mindestverzinsung. 
Bei fondsgebundenen Versicherungsprodukten tragen die 
Arbeitnehmer das Kapitalmarktrisiko. 
Bei Angestellten, die unter das neue DC-System fallen (JG 1979 
und jünger) fließt die Hälfte des Beitrags verpflichtend in ein 
klassisches Versicherungsprodukt und damit in eine Anlageform mit 
garantiertem Mindestertrag. Für die zweite Hälfte ist das 
Vorsorgeprodukt vom Arbeitnehmer frei wählbar (klassische 
Lebensversicherung oder fondsgebundene Produkte). 
Bei Arbeitern ist das Vorsorgeprodukt und damit auch das Ausmaß 
des Kapitalmarktrisikos für den gesamten Beitrag frei wählbar 
(möglich ist auch, die Beiträge aufzuteilen zwischen klassischer 
Lebensversicherung und fondsgebunden Versicherungsprodukten). 
Wird keine Wahl getroffen, so erfolgt die Zuordnung zur 
klassischen Versicherungslösung. 
In DB-Systemen (für „ältere“ Angestellte) liegt die 
Finanzierungsverantwortung im Wesentlichen bei den Arbeitgebern. 
 
 
Langlebigkeitsrisiko 
 
Bei klassischen Versicherungslösungen trägt primär die 
Vorsorgeeinrichtung das Risiko einer steigenden Lebenserwartung. 
Die Arbeitnehmer sind über den negativen Effekt auf die 
Gewinnbeteiligung betroffen.
        

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