Full text: Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen (Tabellen)

- Sicherungssysteme und Risikoverteilung bei Betriebspensionen – Ländervergleich Mag. Gerald Klec 5/20 Studie im Auftrag der AK-Wien Bei den risikoreicheren fondsgebunden Produkten liegt das Risiko der steigenden kollektiven Langlebigkeit zumindest bis zum Pensionsantritt bzw. bis zur Umwandlung in eine Annuität beim Arbeitnehmer. Ab diesem Zeitpunkt trägt die Vorsorgeeinrichtung das Risiko (im Bereich der garantierten Mindestleistung). Bei den Direktzusagen (für Angestellte vor Geburtsjahrgang 1979) sind die Unternehmen durch die Verpflichtung zur lebenslangen Rentenzahlung für das Langlebigkeitsrisiko verantwortlich. Dies kann vor allem bei kleineren Unternehmen Schwierigkeiten bereiten (fehlender Risikoausgleich über große Bestände), sie bevorzugen daher tendenziell eine ausgelagerte Versicherungslösung. Pensionsberechnung DB-Systeme: In den DB-Systemen für „ältere“ Angestellte erfolgt die Pensionsberechnung abhängig vom Letztgehalt und von den Arbeitsjahren. DC-Systeme: Die Ermittlung der Pensionshöhe in den beitragsdefinierten Systemen ist abhängig vom gewählten Produkt. Klassische Versicherungsprodukte: Bei den klassischen Versicherungsprodukten gibt es eine garantierte Mindestleistung (dazu kommen Gewinnzuteilungen – je nach Veranlagungsertrag und versicherungstechnischem Ergebnis). Fondsgebundene Versicherungsprodukte: Bei den fondsgebundenen Produkten wird die Pensionshöhe primär über das Ausmaß des vorhandenen Pensionskapitals (Summe der gezahlten Beiträge, Veranlagungsergebnisse) und durch die versicherungstechnischen Ergebnisse bestimmt. Zum Zeitpunkt des Pensionsantritts erfolgt häufig eine Umwandlung in Annuitäten (garantierte Mindestleistung). Indexierung In den kapitalgedeckten Lösungen hängt die Indexierung von den Veranlagungserträgen und von den versicherungstechnischen Ergebnissen ab. Auch das System der Direktzusagen beinhaltet keine garantierte Indexierung. Die Pensionszahlungen wurden jedoch seit der Schaffung im Jahr 1960 jedes Jahr indexiert (in den letzten Jahren bezog sich die Indexierung auch auf Pensionsanwartschaften). Die Höhe der Indexierung wird vom Versicherungsunternehmen Alecta, das ausgelagerte Leistungszusagen abwickelt, beschlossen und muss von den Unternehmen mit Direktzusage übernommen werden. Zinsannahmen Klassische Lebensversicherungen operieren mit einer garantierten Verzinsung von derzeit 2,75 % p.a. Die Rente kann in diesen Modellen nominell nicht reduziert werden.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.