Full text: Der mittelfristige Bedarf an Mitteln der Wohnbauförderung unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung und der Sanierung

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3.3 MAßNAHMEN ZUR SCHAFFUNG NACHTRÄGLICHER BARRIEREFREIHEIT 
Diese Förderungsschiene ist als relativ junger, jedoch in Zukunft infolge demografischer 
Entwicklungen bedeutender Schwerpunkt in der österreichischen Wohnbauförderung 
anzusehen. Der Anteil der 60- und Mehrjährigen an der Gesamtbevölkerung wird in den 
kommenden Jahrzehnten – je nach Prognoseannahmen – auf 34 Prozent bis 38 Prozent 
steigen und damit von derzeit einem Fünftel auf rund ein Drittel. Nach 2030, wenn die 
schwach besetzten Geburtsjahrgänge der 1970er Jahre das 60. Lebensjahr erreichen, 
wird der demografische Alterungsprozess allmählich zum Stillstand kommen. Für die Zeit 
danach zeichnet sich ein Rückgang der Einwohnerzahl ab, falls es nicht zu massiver 
Einwanderung kommt. Der historische Wandel von einer demografisch „jungen“ zu einer 
demografisch „alten“ Bevölkerung wird in Österreich dann abgeschlossen sein.  
 
Abbildung 7: Bevölkerungsprognose Österreich nach Altersgruppen 
unter 
15 Jahre
15 bis 59 Jahre
60 und mehr Jahre
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
19
51
19
55
19
60
19
65
19
70
19
75
19
80
19
85
19
90
19
95
20
00
20
05
20
10
20
15
20
20
20
25
20
30
20
35
20
40
20
45
20
50
in
 M
io
.
16%
34%21%
61% 62%
52%
23% 17% 13%
 
Quelle: St.at, FGW 
Angesichts dieser Entwicklung ist die Frage der Wohnversorgung von Senioren vordring-
lich. Das Streben nach Erhaltung von Selbständigkeit und va. Selbstbestimmtheit im Alter 
als ein primäres Bedürfnis von Senioren ist durch verschiedene Studien belegt. Vor allem 
empirische Untersuchungen in Deutschland bestätigen den primären Wunsch älterer 
Menschen, so lange als möglich in der vertrauten Wohnumgebung zu verbleiben und die 
angestammte Wohnung zu erhalten bzw. an spezielle Wohnbedürfnisse im Alter anzu-
passen.
        

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