Full text: Der mittelfristige Bedarf an Mitteln der Wohnbauförderung unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung und der Sanierung

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1 HAUPTERGEBNISSE 
? Infolge aktueller Entwicklungen (vor allem erhöhter Zuwanderungsbewegun-
gen) ist gegenüber der letzten Wohnungsbedarfsprognose der ÖROK (2005) 
in den kommenden fünf Jahren mit einer erforderlichen Wohnbaurate von 
insgesamt 53.000 Neubauwohnungen zu rechnen und damit zusätzlich 
10.000 Einheiten pro Jahr. Die Neubaurate beträgt derzeit jährlich rund 
43.000 Wohnungen.  
? Dieser zusätzliche Wohnbedarf kann nur durch eine Erhöhung der Anzahl 
der geförderten Neubauwohnungen auf etwa 42.000 Einheiten bewältigt 
werden. Das bedeutet eine Steigerung der geförderten Wohnungsanzahl  um 
rund 8.000 Wohneinheiten jährlich. Der daraus resultierende erhöhte Mittel-
bedarf für die österreichische Wohnbauförderung beträgt pro Jahr rund 260 
Mio. Euro.  
? Um das Koalitionsziel einer Verdreifachung der thermischen Sanierungsquo-
ten im groß- und kleinvolumigen Wohnbau (von derzeit rund 1% auf 3% des 
Wohnungsbestands pro Jahr) von 2008 bis 2012 zu erreichen wären unter 
den gegenwärtigen Rahmenbedingungen zumindest 200 Mio. Euro zusätz-
lich bereit zu stellen. 
? Um das Koalitionsziel einer  Forcierung von Maßnahmen der nachträglichen 
Schaffung von Barrierefreiheit innerhalb von Wohnungen zu erreichen, müss-
ten ebenfalls  Fördermittel in Höhe von rund 40 Mio. Euro eingesetzt wer-
den. Damit ließe sich rund 1% des derzeit von älteren Haushaltsvorständen 
bewohnten Wohnungsbestands in Österreich seniorengerecht adaptieren.  
? Zur gänzlichen Erfüllung der Wohnbedarfszahlen und der Koalitionsziele 
bzgl. Energieeinsparung und seniorengerechter Adaptierungen besteht daher 
ein erhöhter Mittelbedarf für die Wohnbauförderung in Höhe von jährlich rund 
500 Millionen Euro. Das entspricht einer Erhöhung der gegenwärtigen ge-
samten Förderungsausgaben (Bund und Länder) um  etwa 20%. Die Förde-
rungseinnahmen der Länder betrugen 2005 insgesamt 2,6 Mrd. Euro. 
? Entsprechend der Förderungssystematik der Länder würde die Finanzierung 
der Mehrausgaben, vor allem zur Bewältigung der zusätzlichen Neubauleis-
tung, überwiegend im Rahmen Maastricht-neutraler Fördermodelle (Direkt-
darlehen, rückzahlbare Annuitäten- bzw. Zinsenzuschüsse) erfolgen. Der ef-
        

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