Full text: Frauen.Management.Report.2014

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Der EU-Durchschnitt von Frauen in den Leitungsorganen der größten börsennotierten Unternehmen liegt im 
April 2013 bei 17 Prozent und hat sich seit Oktober 2010 (12 Prozent) um 5 Prozentpunkte verbessert. Der 
Aufwärtstrend wird insbesondere von jenen sieben Ländern getrieben, die gesetzliche Frauenquoten einge-
führt haben. Dazu zählen Belgien, Frankreich, Island, Italien, Niederlande, Norwegen und Spanien. Einen 
deutlichen Anstieg bei der Repräsentanz von Verwaltungsrätinnen verzeichnet beispielsweise Italien, das im 
Sommer 2011 als letztes der genannten Länder eine Quote eingeführt hat, und zwar innerhalb kurzer Zeit von 
fünf Prozent im Jahr 2011 auf 13 Prozent im Jahr 2013.
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Mit 49 Prozent Frauen wird das Ranking der europäischen Länder von Island angeführt, gefolgt von Norwe-
gen mit knapp 42 Prozent und Finnland mit 29 Prozent. Ebenfalls im vorderen Feld findet sich Frankreich mit 
27 Prozent. Österreich liegt mit 12 Prozent Frauen in den Leitungsorganen der ATX-Unternehmen deutlich 
unter dem europäischen Schnitt und weist in den letzten Jahren keine Weiterentwicklung auf. Wird zwischen 
den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten die prozentuelle Veränderung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten der 
größten Börsenunternehmen von 2010 bis 2013 verglichen, so kann man in Österreich bei einer Veränderung 
von 3,3 Prozentpunkten nur von einem marginalen Fortschritt sprechen. Die größten Steigerungen konnten im 
selben Zeitraum Frankreich (+14,4 Prozentpunkte), die Niederlande (+8,7 Prozentpunkte) und Italien (+8,4 
Prozentpunkte) erzielen.
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 3sat, Frauenquoten in Europa http://www.3sat.de/page/?source=/nano/glossar/frauenquote_europa.html (Stand 
08.03.2013). 
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 Europäische Kommission, Women and men in leadership positions in the European Union (2013) 8.
        

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