Full text: Studie Staatsbürgerschaft

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6. Einbürgerungsgebühren 
 
Die beträchtlichen Kosten, die in Österreich mit der Einbürgerung verbunden sind, stellen für 
viele potentielle StaatsbürgerInnen ein gewichtiges Hemmnis dar. Obwohl 
Staatsbürgerschaftsangelegenheiten allein von den Ländern zu vollziehen sind, werden den 
EinbürgerungswerberInnen neben den je nach Bundesland unterschiedlich hohen 
Landesverwaltungsabgaben noch Bundesgebühren auferlegt. Von den gesetzlich 
festgelegten Gebühren abgesehen, müssen AntragstellerInnen oft auch mit weiteren Kosten 
rechnen: Übersetzungs- und Beglaubigungskosten, Kosten für Deutschkurse und Prüfungen, 
Kosten für den Verleihungsantrag, etc. In vielen Herkunftsstaaten ist die Entlassung aus der 
bisherigen Staatsbürgerschaft mit hohen Gebühren verbunden. In Serbien und Montenegro 
kostet die Ausbürgerung aus dem Staatsverband € 1.020,50, in Bosnien und Herzegowina € 
500,00 (DGB 2004). In Österreich betragen die Bundesgebühren für eine Einzelperson, 
abhängig von der rechtlichen Grundlage der Verleihung, € 759,70 oder € 976,80.17 Die 
Landesgebühren bewegen sich innerhalb einer großen Spannbreite. Für eine in Wien 
lebende Einzelperson betragen sie € 76,00 oder € 150,00, in Kärnten hingegen € 610,40 und 
in Vorarlberg sogar bis zu € 1.090,00 (siehe 6.1).  
 
 
6.1 Einbürgerungsgebühren in Österreich  
 
Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die in Österreich zu entrichtenden 
Bundes- und Landesgebühren (Stern/Valchars 2012, 6). 
 
 
  
                                                          
17 § 14 Gebührengesetz 1957, BGBl. Nr. 267/1957 idF 112/2012.
        

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