Title:
Wohnkostenbelastung junger ArbeitnehmerInnen in Wien
Creator:
Feistritzer, Gert Wikipedia Schaup, Teresa Wikipedia Friesenbichler, Stefan Wikipedia
PURL document:
urn:nbn:at:at-akw:g-87604
PURL:
https://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/resolver?urn=urn:nbn:at:at-akw:g-87661
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I. Die Hauptergebnisse in Kurzform 
? Rund sechs von zehn Befragten haben innerhalb der letzten 5 Jahre 
eine Wohnung im gef�rderten Mietwohnungssektor bezogen, die 
�brigen sind in eine private Hauptmietwohnung eingezogen. Inner-
halb dieses Zeitraumes bildet sich ein starker R�ckgang beim Bezug 
einer gef�rderten Wohnung ab. Waren es im Jahr 2009 noch rund 
zwei Drittel der jungen Arbeitnehmer/innen, die eine Wohnung im 
�ffentlichen Wohnsektor bekommen haben, so belief sich der ent-
sprechende Anteil in den letzten beiden Jahren auf nur noch rund die 
H�lfte. Dies weist stark auf eine zunehmende Wohnungsknappheit 
vor allem im gef�rderten Mietsektor hin. 
 
? Nicht alle, die in eine private Altbauwohnung gezogen sind, wissen 
dar�ber Bescheid, dass es gesetzliche Mietobergrenzen gibt. Ein Drit-
tel dieser Wohnungsbezieher gab an, dies nicht gewusst zu haben. 
Von jenen, die ihre Wohnung �ber einen Makler bekommen haben, 
sagten 82 Prozent, dass dieser sie dar�ber auch nicht informiert hat. 
 
? Dar�ber, dass man die Korrektheit der H�he von Altbaumieten durch 
die Schlichtungsstelle der MA 50 �berpr�fen lassen kann, war jede/r 
Zweite  der in dieses Mietsegment Gezogenen nicht informiert. 
 
? Nur rund ein F�nftel der betreffenden Personengruppe hat vor, dieses 
Kontrollservice in Anspruch zu nehmen. Knapp ein Viertel kann sich 
vorstellen, dies einmal zu machen. Jede/r zweite Befragte schlie�t das 
f�r sich aus. Lediglich 4 Prozent haben eine solche Kontrolle schon 
machen lassen. 
 
? Gro�e Unterschiede gibt es hier zwischen jenen, die eine unbefristete 
oder eine befristete Mietwohnung haben. 63 Prozent der in einer 
befristeten Mietwohnung sagten, dass sie ihre Mieth�he sicher nicht 
�berpr�fen werden lassen (bei unbefristeten Wohnungen trifft dies 
auf nur 38 Prozent zu). Offenkundig scheuen viele Mieter einer be-
fristeten Mietwohnung einen solchen Schritt, weil sie Angst haben 
m�ssen, dass ihr Mietvertrag dann nicht mehr verl�ngert wird. 
 
? Rund die H�lfte der Arbeitnehmer/innen, die in den letzten 5 Jahren 
in eine nicht gef�rderte Hauptmietwohnung gezogen sind, hat nur ei-
nen befristeten Mietvertrag bekommen. Bei jenen Wohnh�usern, die 
nach 1945 erbaut worden sind, ist der entsprechend Anteil �ber-
durchschnittlich hoch (60 %). Im Schnitt sind die Mietwohnungen auf 
5 Jahre befristet.
        

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