Full text: Wohnkostenbelastung junger ArbeitnehmerInnen in Wien

9 
 
 
 
 
 
? Beim Bezug der Mietwohnung ist man in der Regel damit konfrontiert, 
die eine oder andere Einmalzahlung finanzieren zu müssen. 44 Pro-
zent der Befragten gaben an, eine Kaution bezahlt zu haben; die  
durchschnittliche Höhe belief sich auf  rund 2.200 Euro). Dies tangier-
te fast alle, die in eine private Hauptmietwohnung gezogen sind. Die 
Hälfte der Bezieher einer nicht geförderten Hauptmietwohnung zahl-
te für die Vermittlung Maklergebühren, die im Schnitt 1.678 Euro 
kosteten. Knapp zwei Drittel hatten einen Eigenmittelbetrag bei ge-
förderten Wohnungen zu leisten; dies betrifft vor allem Genossen-
schaftswohnungen. Der durchschnittliche Kostenbeitrag machte in 
diesem Wohnsegment rund 21.500 Euro aus. Ein Fünftel aller Befrag-
ten hat eine Ablöse an den Vormieter bezahlt (im Schnitt ca. 4.100 
Euro). Vier von zehn Haushalten investierten beim Einzug in die unzu-
reichend gewesene Kücheneinrichtung (im Schnitt ca. 4.500 Euro). 
Rund ein Drittel ließ Sanierungsarbeiten durchführen (z.B. Ausmalen, 
Bodenschleifen, Fensterrenovierung bzw. Erneuerung), wobei dafür 
durchschnittliche Kosten von rund 3.300 Euro angefallen sind. 
 
? Ein Fünftel der jungen Arbeitnehmer/innen musste einen Kredit auf-
nehmen, um diese Einmalzahlungen leisten zu können. Im Schnitt 
belief sich die Kredithöhe auf rund 20.000 Euro. Während etwa ein 
Viertel der Haushalte weniger als 8.400 Euro an Kredit aufnahm, 
musste wiederum rund ein Viertel mehr als 28.700 Euro aufnehmen. 
Der Median liegt bei 15.500 Euro, d.h. bei der Hälfte der Kreditneh-
mer lag die Kreditsumme über diesem Betrag. 
 
? Knapp sechs von zehn Haushalten haben die anfallenden Kosten (bzw. 
die über die Kredithöhe hinausgehende Geldsumme) hauptsächlich 
mit eigenen Ersparnissen finanzieren können. Nur in jedem zehnten 
Fall haben dabei Eltern bzw. Angehörige den Großteil übernommen. 
Bei einem Viertel der Haushalte wurden die Kosten mit Familienan-
gehörigen annähernd geteilt. 
 
? 17 Prozent der befragten jungen Arbeitnehmer/innen befinden sich 
infolge der hohen Mietkosten in einem so großen finanziellen Eng-
pass, dass sie sich sonst nur noch wenig leisten können. Weitere 55 
Prozent müssen sich bei anderen Dingen, die ihnen wichtig sind, we-
gen der hohen Miete zumindest etwas einschränken. Insgesamt sind 
davon also 72 Prozent mehr oder weniger stark betroffen. 
 
? Für 15 Prozent der Haushalte ist es aus finanziellen Gründen zumin-
dest manchmal bzw. bei längeren Kälteperioden nicht möglich, die 
Wohnung angemessen warm zu halten. Rund ein Fünftel gab an, sich 
nicht nach Wunsch Kinokarten oder Karten für eine Ausstellung kau-
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.