Volltext: Arbeitsmarktanalyse des 2. Halbjahres 2015 (2)

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 Der österreichische Arbeitsmarkt hat zwei 
grundlegende Probleme: erstens das nach 
wie vor niedrige Wirtschaftswachstum und 
 zweitens das stark steigende Arbeitskräfte-
angebot. Die Beschäftigung ist im Vergleich 
 zum Vorjahr um + 1,1 % gewachsen, die 
 Arbeitslosigkeit (inkl. SchulungsteilnehmerIn-
nen) allerdings um + 6 %.
 Im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2014 
hat sich auf der einen Seite das Beschäfti-
 gungswachstum etwas verstärkt ( von + 0,5 % 
auf + 1,1 % ) und auf der anderen Seite der 
Anstieg der Arbeitslosigkeit leicht abge-
schwächt ( von + 8,3 % auf + 6 % ). 
Weiterlesen ab S. 10 
1,1%
6,0%
1,2%
4,9%
1,1%
6,9%
0% 1% 2% 3% 4% 5% 6% 7% 8%
  Unselbstständige
Beschäftigung
Arbeitsuchende
Personen
Entwicklung Beschäftigung und arbeitslose Personen 
(inkl. Schulungs-TN), 2. Halbjahr 2015 / 2. Halbjahr 2014
Gesamt Frauen Männer
Arbeitsmarkt im Fokus 
die krise AuF dem ArbeitsmArkt dAuert An:  
dAs bescHäFtiGunGsWAcHstum ist nAcH Wie Vor 
zu GerinG
   dAHer Fordert die ArbeiterkAmmer: 
 Es braucht eine expansive Wirtschaftspolitik: Die EU muss Investitionen anregen, die die 
Wirtschaft beleben und Arbeitsplätze schaffen. Österreich braucht einen Ausbau von sozialen 
Dienstleistungen und Investitionen im Bereich der Infrastruktur.
 Das Arbeitskräfteangebot muss durch eine moderne Arbeitszeitpolitik verknappt 
werden: Verhinderung unfreiwilliger Überstunden und Verteuerung der Überstunden fu?r Arbeit-
 geberInnen, Einschränkung von All-In-Verträgen, Weiterentwicklung der Kurzarbeit und der Frei-
zeitoption in Kollektivverträgen, eine leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche für alle 
ArbeitnehmerInnen, Recht auf bezahlten Papamonat.
 Eine länger andauernde Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt muss aktiv bekämpft 
 werden: Das AMS braucht ausreichend Personal, um KundInnen individuell beraten zu kön-
 nen. Das aktive AMS-Budget muss wieder erhöht werden. Neben Aus- und Weiterbildungs-
 möglichkeiten braucht es zudem mehr Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem „zweiten Arbeits-
markt“.
dAs WicHtiGste AuF einen blick:
Quelle: HV, AMS, eigene Darstellung
        

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