Full text: Arbeitsmarktanalyse des 2. Halbjahres 2015 (2)

| 8 In Österreich weisen etwas mehr als 67.500 Personen, die auf Arbeitssuche sind, eine oder mehrere gesundheitliche Beeinträchtigun- gen auf. Das sind knapp 20 % aller arbeit- suchenden Personen, d. h. knapp jede/r fünfte Arbeitsuchende. Dieser Anteil steigt mit dem Alter an: Bei den arbeitslosen Personen ab 45 Jahren sind es bereits 30 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Gruppe weitaus stärker vom Anstieg der Arbeits- losigkeit betroffen: Während die Gesamt- arbeitslosigkeit um + 9,4 % wuchs, stieg sie bei den Personen mit gesundheitlichen Ver- mittlungseinschränkungen um knapp + 15 %. Menschen mit gesundheitlichen Problemen sind zudem auch länger von Arbeitslosigkeit betroffen. Weiterlesen ab S. 21 Arbeitsmarkt im Fokus menscHen mit GesundHeitlicHen beeinträcH- tiGunGen Finden eine immer scHWieriGer Arbeits- mArktsituAtion Vor dAs WicHtiGste AuF einen blick: dAHer Fordert die ArbeiterkAmmer: Mehr Ressourcen für die Verbesserung der gesundheitlichen und der beruflichen Situation der Betroffenen: Bestehende Unterstützungsmöglichkeiten müssen angesichts der starken Zunahme von arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen ausgebaut werden. Unterstützung bei psychischen Problemen ausbauen: Es braucht mehr Plätze für Therapien und Unterstützung bei psychisch bedingten Erkrankungen. Arbeitslosigkeit verstärkt diese Probleme oft weiter, diesen negativen Kreislauf gilt es (möglichst frühzeitig) zu durch- brechen. Ausbau von existenzsichernden Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt: sowohl für Ältere als auch für gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die von den Unternehmen keine Chance mehr bekommen. 30% 70% Anteil Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen Anteil Personen ohne gesundheitliche Vermittlungs- einschränkungen Gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen bei arbeitslosen Personen ab 45 Jahren, 2. Halbjahr 2015 Quelle: BMASK Arbeitsmarktdatenbank, eigene Darstellung

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