Full text: Beschäftigungssituation von Wiener ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund (6)

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Ausgabe 6/2012 
und Frauen (18%) aus dem Iran. Der Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund ist 
vor allem in den Produktions- und Dienstleistungsberufen höher als jener der Nicht-
MigrantInnen.  
 
 
Quelle:L&R Datafile „MigrantInnen am AM in Wien“, 2010; n=2001, n miss=8; L&R Datafile „MigrantInnen am AM 
in Wien“, 2011; n = 305, n miss=10; MH=Migrationshintergrund 
 
Personen mit Migrationshintergrund sind deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen: Seit 
dem Jahr 2000 waren rund 45 % der befragten Migranten und 40 % der MigrantInnen 
zumindest einmal arbeitslos. Bei den Personen ohne Migrationshintergrund waren knapp 13 
% in den letzten 10 Jahren einmal von Arbeitslosigkeit betroffen.  
 
Beschäftigung und Bildung 
Die Bildungsstruktur der Personen mit Migrationshintergrund in Österreich ist durch 2 „Pole“ 
geprägt: Im Vergleich zur Gruppe der Nicht-MigrantInnen besteht ein höherer Anteil gering 
qualifizierter Personen. Allerdings ist der Anteil der höher qualifizierten Personen annährend 
gleich hoch wie bei den ÖsterreicherInnen. Über die höchsten AkademikerInnenquoten 
verfügen Personen aus den Herkunftsländern Iran (64 %), Sonstiges Europa (70 %) und 
Deutschland (57 %). Die neu zugewanderten Personen bringen damit deutlich höhere 
Bildungsabschlüsse mit. Personen aus den traditionellen Herkunftsländern wie die Türkei 
und Ex Jugoslawien/Albanien verfügen tendenziell über geringere Bildungsabschlüsse. Je 
kürzer die Zuwanderung zurückliegt, desto höher auch das Ausbildungsniveau.  
 
Die formale Ausbildung von Personen mit ausländischen Wurzeln bleibt am Wiener 
Arbeitsmarkt jedoch weitgehend ungenutzt. Wie auch die folgende Grafik zeigt, geben 33 % 
der ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund an, nicht entsprechend ihrer Qualifikation 
beschäftigt zu sein. Deutlich geringer verhält sich dieser Sachverhalt bei Nicht-MigrantInnen 
mit 11 %. Besonders stark davon betroffen sind junge MigrantInnen bis 24 Jahre: 37 % 
geben an, für ihren derzeitigen Job überqualifiziert zu sein. Bei den Nicht-MigrantInnen 
dieser Altersgruppe sind es 19 %.
        

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