Full text: Ausbildung und Arbeitsmarkt (10)

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Ausgabe 10/2013 
Die höchste abgeschlossene formale Ausbildung beeinflusst, neben anderen Faktoren (wie 
zum Beispiel dem Alter, gesundheitlichen Beeinträchtigungen, etc.) die Situation von 
Menschen am Arbeitsmarkt. Wie Abbildung 1 veranschaulicht, hat nach Erhebungen der 
Statistik Austria, die Mehrheit der in Österreich erwerbstätigen Personen eine 
abgeschlossene Lehrausbildung (39 %). Rund 17 % haben maximal eine höhere Schule 
(AHS, BHS) absolviert und fast 16 % eine Ausbildung auf akademischem Niveau. Rund 14 
% haben maximal eine Pflichtschule abgeschlossen, 13,5 % sind AbsolventInnen 
berufsbildender mittlerer Schulen.  
 
Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als 
andere Gruppen. Wie die folgende Abbildung zeigt, haben fast die Hälfte aller beim AMS 
arbeitslos registrierten Personen maximal die Pflichtschule absolviert (46 %, in absoluten 
Zahlen: 120.731). In Wien ist dieser Anteil noch höher: hier haben 54 % der Arbeit 
suchenden Personen keine formal anerkannte Ausbildung über dem Pflichtschulniveau. 
 
Abbildung 2: Arbeitslosigkeit nach höchster abgeschlossener Ausbildung (2012) 
Quelle: BMASK BALI, eigene Darstellung 
 
Je höher die Ausbildung, desto geringer ist tendenziell das Risiko 
arbeitslos zu werden 
Abbildung 3 zeigt für das Jahr 2012 eine klare Verteilung des Arbeitslosigkeitsrisikos nach 
Ausbildung: Je höher die Ausbildung, desto geringer ist tendenziell das Risiko arbeitslos zu 
werden. Zwischen den Geschlechtern bestehen hier – mit Ausnahme bei den 
PflichtschulabsolventInnen – nur geringfügige Unterschiede.  
 
46,3% 
33,8% 
5,4% 
8,8% 
5,1% 
0,6% 
Pflichtschule
Lehrausbildung
Mittlere Ausbildung
Höhere Schule
Akademische Ausbildung, FH
Ungeklärt
        

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