Volltext: Vermögen in Österreich (126)

6 ungleiche Selektionswahrscheinlichkeit korrigieren sollen, den Non-Response Gewichten (wNRi) und den Post-Stratifizierungsgewichten (wPSi), die einen irrtümlichen Ausschluss von Haushalten (z.B. falsche Postadresse) korrigieren sollen. 2.2. Vermögen in Österreich: Bisherige Ergebnisse im Überblick Bisherige Studien zur österreichischen Einkommens- und Vermögensverteilung sind mit der Problematik einer unzureichenden Datenlage konfrontiert und erfassen meist nur einzelne Vermögensbestandteile wie das Finanzvermögen. Damit können sie zwar einen Eindruck der Verteilung vermitteln, ohne diese jedoch hinreichend abbilden zu können. Beer et al. (2006) kommen auf Basis von Erhebungsdaten der Österreichischen Nationalbank (OeNB) aus dem Jahr 2004 zum Schluss, dass das durchschnittliche Nettogeldvermögen österreichischer Haushalte 51.790 EUR betrug (Median: 21.855 EUR) und verweisen unter anderem auf den starken Zusammenhang zwischen (ungleicher) Einkommensverteilung und (ungleicher) Geldvermögensverteilung in Österreich (vgl. Beer et al. 2006: 103). Die Analyse von Hahn und Magerl (2006) versucht als weiteren Ansatz die Daten der gesamtwirtschaftlichen Vermögensrechnung zu disaggregieren und daraus die Verteilung der Teilaggregate zu schätzen (vgl. Hahn/Magerl 2006). Das Ergebnis dieser Studie ist konsistent mit jenen von Beer et al. (2006). Auf Basis von Lohnsteuerstatistiken und Beitragsstatistiken des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger kommen Guger und Marterbauer (2007) im Rahmen einer WIFO-Studie zum Schluss, „dass die Schere zwischen niedrigen und hohen Einkommen groß und in den letzten Jahrzehnten aufgegangen ist“ (Guger/Marterbauer 2007:1), bemängeln jedoch, dass die „Verteilungsanalyse durch Datenmangel erheblich beeinträchtigt“ (Guger/Marterbauer 2007:23) werde. Andreasch, Fessler und Schürz (2009) errechnen unter Verwendung von Mikrodaten des Firmenbuchs ein Beteiligungsvolumen privater Haushalte an Aktien von rund 22,3 Mrd. EUR. Ein Abgleich mit der OeNB- Geldvermögenserhebung (2004) deutet insgesamt eine extreme Konzentration der Beteiligung an Kapitalgesellschaften unter besonders reichen Haushalten an (vgl. Andreasch/Fessler/Schürz 2009: 79f). Unter Bezugnahme auf die OeNB Immobilienvermögensbefragung (2008) schätzen Fessler et al. (2009) schließlich das durchschnittliche österreichische Immobilienvermögen auf 130.000 EUR (110.000 EUR ohne das Top-1% der Vermögendsten; vgl. Fessler et al. 2009: 129). Weitere Einsichten zur Vermögenssituation in Österreich werden durch Lindner (2011) mittels der OeNB Daten

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