Volltext: Abbruch und Schulversagen im österreichischen Bildungssystem

I H S — Abbruch & Schulversagen / Steiner — 7 Einleitung Das übergeordnete Thema dieser Studie bilden Abbruch und Schulversagen im österreichi- schen Bildungssystem. Dabei werden verschiedene Formen davon besprochen. Den Anfang bildet eine Auseinandersetzung mit den Jugendlichen ohne Pflichtschulabschluss. Der Anteil der SchülerInnen, die dieses Qualifikationsminimum verfehlen, wird dargestellt und nach verschiedenen soziodemographischen Merkmalen wie Geschlecht und Umgangssprache differenziert. Darüber hinaus liefert eine Betrachtung nach Bundesländern neue Einblicke zu dieser Problematik bevor der Frage nachgegangen wird, wie sich die weitere Laufbahn die- ser Jugendlichen gestaltet. Eine zweite Form des Schulversagens stellt der vorzeitige Bildungsabbruch dar. Hierbei handelt es sich um Jugendliche, die keinen Abschluss auf der Sekundarstufe II erlangen können und sich nicht mehr in Ausbildung befinden. Auch dieser Anteil wird zunächst sozio- demographisch differenziert dargestellt bevor im Rahmen eines Regressionsmodells nicht nur soziale Merkmale hinsichtlich ihres Einflusses auf den vorzeitigen Bildungsabbruch hin- terfragt werden, sondern auch Systemmerkmale. Im dritten Kapitel werden die einzelnen Schulformen der Sekundarstufe II (AHS, BMS, BHS) ins Zentrum der Betrachtungen gestellt und der Frage nachgegangen, welcher Anteil einer Eintrittskohorte von der ersten bis zur Abschlussklasse die Schulform problemlos durchläuft, welcher Anteil wiederholen muss, wie viele die Ausbildung wechseln und wie weit verbreitet der Abbruch der gesamten Bildungslaufbahn von diesen Schulformen weg ist. Neben einer differenzierten Betrachtung der einzelnen Schulformen stehen auch wieder regionale und soziodemographische Merkmale im Zentrum der Betrachtungen. Die beiden abschließenden Kapitel sind nicht direkt auf Abbruch und Schulversagen bezo- gen, sondern haben die Auseinandersetzung mit zwei spezifischen Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg zum Thema. Es ist dies einerseits der Kindergartenbesuch und andererseits das Alter der Migration nach Österreich. Die eine Frage dabei ist, ob ein Kindergartenbesuch sich positiv auf die später im Zuge der Ausbildung erworbenen Kompetenzen auswirkt, die andere Frage, ob es einen Unterschied macht, wann die Migration nach Österreich stattge- funden hat, wie sich also ein Mehr oder Weniger an Zeit im österreichischen Bildungssystem auf den Bildungserfolg von MigrantInnen auswirkt.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.