Full text: Top-Vermögen und Einkommen in Österreich

To p - E i n kommEn  und  V ErmögEn  i n  ö sT ErrE i ch     | 3
Thema
diE nEuEsTEn ErkEnnTnissE in kÜrZE
1. Nach neuesten Berechnungen der 
Universität Linz ist das Vermögen 
österreichischer Haushalte be-
sonders am oberen Ende extrem 
konzentriert: ein Prozent der öster-
 reichischen Bevölkerung besitzt über 
 ein Drittel ( 38% ) des gesamten Privat-
vermögens.
2. Mit einem durchschnittlichen 
Nettovermögen von 13 Millionen 
Euro ist das reichste Prozent 
enorm vermögend. Ein Prozent der 
österreichischen Haushalte verfügt in 
Summe über deutlich mehr Reichtum 
als die unteren 90 Prozent zusammen.
3. Die Mittelschicht hat bei Ver-
mögen, im Gegensatz zu Einkom-
 men, nur einen schmalen Anteil 
am Gesamtvermögen. Damit sind 
Vermögen weit ungleicher verteilt als 
Einkommen. 
4. Männer besitzen im Durchschnitt 
deutlich mehr Vermögen als 
Frauen. Vergleicht man die reichsten 
5 Prozent der Single-Haushalte, zeigt 
sich: Männer haben mehr als doppelt 
so viel Vermögen wie Frauen.
5. Erbschaften spielen eine wichti-
 ge Rolle bei der extremen Schief-
 lage der Vermögen. Reiche Haus-
halte erben nicht nur öfter, sie er-
ben auch mehr. Über 70 Prozent der 
reichsten Haushalte haben geerbt: 
 Im Durchschnitt etwa 310.000 Euro.
6. Kapitaleinkommen – also Gewinn-
ausschüttungen, Mieteinnahmen 
und Zinsen – spielen erst für Top-
verdienerInnen eine wichtige 
Rolle. Das eine Prozent der Haus-
halte mit den höchsten Einkommen 
 bekam 2010 mehr als 8.000 Euro 
 im Monat aus Vermögenseinkommen.
Das oberste Prozent erhielt mehr als 
die Hälfte der Kapitaleinkommen, die 
 damit weitaus ungleicher als die Lohn-
 einkommen verteilt sind. 
7. Der Einkommensanteil der Spit-
 zenverdienerInnen hat in den 
 letzten Jahrzehnten deutlich zu-
genommen. 20 Prozent der unselb-
ständig Erwerbstätigen erhalten mitt-
lerweile fast die Hälfte der gesamten 
Bruttolöhne.
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