Full text: Perspektiven für sozialen Fortschritt (16)

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Wirkungen im Jahr 2010 analysiert. Insgesamt wurden von den NPOs 20.347 KlientInnen mit 
etwa 5,6 Mio. Leistungsstunden betreut.
Die Studie zeigt, welch vielfältige Aufgaben und Tätigkeiten mobile Dienste in Wien erfüllen. 
Sie identifiziert darüber hinaus vor allem Wirkungen für unterschiedliche Stakeholder, die in 
Tabelle 1 angeführt sind. Diese Wirkungen sind zum Gutteil positiv, können aber durchaus 
auch negativ sein, wie beispielsweise erhöhte psychomentale Belastung bei den Mitarbeite-
rInnen. Die identifizierten Wirkungen wurden in geeignete Indikatoren übersetzt und mit Daten 
belegt, um schlussendlich den SROI-Wert berechnen zu können. Als Alternativszenario wurde 
angenommen, dass es ceteris paribus keine mobilen Pflege- und Betreuungsdienste in Wien 
gibt.
Beispielhaft seien hier zwei Berechnungswege skizziert. Bei der allgemeinen Wiener Bevölke-
rung wurde ein Sicherheitsgefühl in Hinblick auf eine gute Versorgung im Alter als Wirkung 
angenommen. Für einen gewissen Anteil der über 40-jährigen Personen wurden dann die 
jährlichen Verwaltungskosten einer Pflegeversicherung als Wert zur Monetarisierung herange-
zogen, da Versicherungen ebenfalls ein Sicherheitsgefühl hervorrufen und vermitteln. Bei den 
KlientInnen wurde die Möglichkeit, in der eigenen Wohnung verbleiben zu können, mit den 
Kosten einer 24-Stunden-Betreuung für ein Jahr bewertet. Basis sind jene Personen, die im 
Alternativszenario in ein Krankenhaus oder Pflegeheim kommen würden und entsprechend 
nicht mehr zu Hause wohnen könnten.
Das Endergebnis, die inkludierten Stakeholder und einige wichtige Wirkungen (Profite in der 
Terminologie der SROI) sind in Tabelle 1 angeführt.
Insgesamt ergeben sich auf Basis der hier durchgeführten Erhebungen und Berechnungen für 
das Jahr 2010 monetarisierte Wirkungen in der Höhe von rund 660 Mio. Euro. Demgegenüber 
stehen Investitionen von hochgerechnet rund 178 Mio. Euro, die insbesondere aus Zahlungen 
des Fonds Soziales Wien und KlientInnenbeiträgen bestehen. Wird der Gesamtprofit auf die 
Gesamtinvestitionen in die Mobilen Dienste bezogen, ergibt dies einen SROI-Wert von 3,70. 
Dies bedeutet, dass jeder 2010 in die Mobilen Dienste investierte Euro Wirkungen im moneta-
risierten Gegenwert von 3,70 Euro schafft.
Der größte Profit entsteht für die Krankenhäuser, gefolgt von den KlientInnen, der allgemeinen 
Wiener Bevölkerung und den Angehörigen. Der niedrigste Profit entsteht den LieferantInnen. 
Die EigentümerInnen haben einen geringen Negativnutzen, also quasi einen Verlust. Die Kran-
kenhäuser profitieren hierbei durch geringere Kosten aufgrund einer geringeren Anzahl an 
Fehlbelegungen (Procuratio-Fällen).
        

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