Full text: Wien wächst (12)

WIEN WÄCHST 
ARBEITERKAMMER WIEN 127 
aufgrund der strukturellen Zusammensetzung von Ausgaben und Einnahmen zur Reduktion ihrer 
Investitionen, da sie aufgrund von Schuldenbremsen oder dem bestehenden Fiskalpakt Kredite 
auch für an sich „rentable“ Investitionen nicht ausweiten können. Neben der Reduktion von kommu-
nalen Investitionen führt dies auch zu einer oftmals intransparenten „Flucht aus dem Budget“ im 
Wege von Ausgliederungen (siehe z.B. Hauth und Grossmann, 2012). 
Wichtig für alle Planungen (und für den kommunalen Haushalt insgesamt) ist jedenfalls, dass die 
wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Stadt nicht zuletzt von einem ausgewogenen Verhältnis von 
Wohn- und Arbeitsbevölkerung abhängig ist, da ein wesentlicher Teil der einwohnerbezogenen Inf-
rastruktur durch Steuereinnahmen aus betrieblichen Nutzungen finanziert wird. Aus ökonomischer 
wie auch planerischer Sicht behindert daher die rein administrative Abgrenzung (Gemeindegrenzen) 
der Planungsinstrumente und –gebiete sowie des Kommunalbudgets eine Betrachtung der gesam-
ten Stadtregion mit ihren vielfältigen Stadt-Umland-Verflechtungen. Hierbei wäre es dringend not-
wendig, für eine regional effizientere Planung und eine gerechtere Verteilung sowohl des Nutzens 
als auch der Lasten des Stadtwachstums zu sorgen.
        

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