Full text: Motivation von Jugendlichen in der betrieblichen Lehrausbildung

Motivation von Lehrlingen 
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liche Ziele von KollegInnen oder Vorgesetzten behindert oder blockiert werden. 
(vgl. Rosenstiel/Nerdinger 2011, S.385-390) 
Für die Situation von Lehrlingen und deren Arbeits- bzw. Ausbildungszufrieden-
heit lässt dies erwarten, dass sich erlebte Gerechtigkeit und eine Abstimmung 
zwischen betrieblichen und persönlichen Zielen ebenso positiv auf das Verhalten 
auswirken wie die Perspektive, auch nach Abschluss der Lehre im Betrieb verblei-
ben zu können.  
Wie für die Motivation gilt auch für die Arbeits- bzw. Ausbildungszufriedenheit, 
dass sie im Spannungsfeld zwischen Individuum und Rahmenbedingungen steht 
und im Prozess der Arbeit bzw. Ausbildung entsteht. Bestimmend für diesen Pro-
zess sind Merkmale der Arbeits- bzw. Ausbildungssituation, Eigenschaften der 
Person sowie deren Interaktion im Arbeits- bzw. Ausbildungsprozess. Bedeutsam 
für die Feststellung von Arbeits- bzw. Ausbildungszufriedenheit ist die Bewertung 
der Arbeits- bzw. Ausbildungssituation durch die arbeitenden bzw. auszubilden-
den Personen. Diese Bewertung entsteht durch Soll-Ist-Vergleiche, in denen Ziele, 
Motive, Ansprüche und Wertvorstellungen als Soll-Werte den Bedingungen, unter 
denen die Arbeitsleistung erbracht wird bzw. die Ausbildung erfolgt, als Ist-Werte 
gegenübergestellt werden. (Vgl. Quante-Brandt/Grabow 2008, S.19.)  
IV.4.1 Facetten der Arbeitszufriedenheit nach Spector 
Spector identifiziert 1997 für seine Job Satisfaction Survey (JSS) neun Facetten 
der Arbeitszufriedenheit. Als quantitatives Instrument entwickelt, unterteilt die 
JSS Arbeitszufriedenheit in neun voneinander weitgehend unabhängige Faktoren, 
die in ihrer Gesamtheit eine gute Erklärung für die globale Zufriedenheit bzw. 
Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz liefern.  
Abb. 5: Facetten der Arbeitszufriedenheit nach Spector 
Bereich Bezeichnung lt. Spector Definition 
Bezahlung Pay Zufriedenheit mit der Bezahlung 
und Gehaltserhöhungen 
Aufstiegschancen  Promotion Zufriedenheit mit den Möglichkei-
ten befördert zu werden 
Vorgesetzte  Supervision Zufriedenheit mit dem unmittelba-
ren Vorgesetzten 
erhaltene Leistungen  Fringe Benefits Zufriedenheit mit erhaltenen frei-
willigen Sozialleistungen 
bedingte Belohnung  Contingent Reward Zufriedenheit mit der Belohnung 
(nicht zwingend monetär), die 
man für eine gute Arbeitsleistung 
erhält 
Arbeitsbedingungen  Operating Conditions Zufriedenheit mit Regeln und 
Arbeitsabläufen 
KollegInnen Coworkers Zufriedenheit mit den Arbeitskol-
legen 
Natur der Arbeit  Nature of Work Zufriedenheit mit der Art der Ar-
beit, die man macht 
Kommunikation  Communication Zufriedenheit mit der Kommunika-
tion innerhalb der Organisation 
Quelle: Spector 1997, S.8; eigene Übersetzung und Adaptierung
        

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