Full text: Motivation von Jugendlichen in der betrieblichen Lehrausbildung

Motivation von Lehrlingen 
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Im Kontext der Lehre ist zu erwarten, dass die Vereinbarung von „SMARTen“ Zie-
len zu gesteigerter Motivation und letztlich zu besseren Arbeits- und Ausbil-
dungserfolgen führen kann. Besonders effektiv sollten dabei solche Ausbildungs-
ziele sein,  
• die klar definiert sind, 
• die herausfordernd, aber erreichbar sind, 
• die einen klaren Zeithorizont haben, 
• deren Erreichungsgrad gemessen werden kann, 
• die von Feedback begleitet sind und 
• die in Absprache mit den Lehrlingen vereinbart werden. 
 
IV.4.4 Flow-Theorie 
Die Wichtigkeit einer Balance zwischen Unter- und Überforderung, die in der 
Zieltheorie anklingt, steht im Zentrum der von Csikszentmihalyi (1975, 1992) 
entwickelten Flow-Theorie. Ihr zufolge gibt es einen optimalen Bereich des Ar-
beitsflusses – einen „Flow“ –, der dann entsteht, „(…) wenn eine subjektiv be-
deutsame Tätigkeit als Herausforderung erscheint und die eigenen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten der Herausforderung als voll entsprechend erlebt werden“ (Ro-
senstiel/Nerdinger 2011, S. 394). In diesem Bereich ist das Potenzial für intrinsi-
sche Motivation besonders hoch und im Idealfall wird die Tätigkeit selbst zu ih-
rem eigenen Antrieb.  
Im Zusammenhang der Lehre ist die Flow-Theorie insofern interessant, als sie 
zeigt, dass mit wachsenden Fähigkeiten auch herausforderndere Tätigkeiten not-
wendig sind, um das Flow-Erlebnis zu erreichen.  
Abb. 8: Das Flow-Modell nach Csikszentmihalyi 
 
 
Quelle: Rosenstiel/Nerdinger 2011, S.394
        

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