Full text: Die Antrittswahrscheinlichkeit zur Lehrabschlussprüfung

Situation von Wiener Lehrlingen im letzten Ausbildungsjahr 
öibf 8 
Insgesamt haben mehr weibliche Lehrlinge (55%) als männliche Lehrlinge (45%) 
an der Online-Befragung teilgenommen.  
Die meisten Lehrlinge befinden sich in Lehrberufen, die der Gruppe Handel, Ver-
kauf und Werbung (34%) und Büro, Wirtschaft und Recht (20%) zuordenbar sind. 
Die häufigsten angegeben Lehrberufe sind Einzelhandelskaufmann/-frau, Büro-
kaufmann/-frau und Metalltechnik. Ein Vergleich der Lehrberufsgruppen in Wien 
ist aber aufgrund der geringen Fallzahlen – wie sich später zeigen wird – etwas 
problematisch. 
 
Tabelle 1: Beschreibung Stichprobe 
 Wien Übrige BL 
Geschlecht Häufigkeit Prozent Häufigkeit Prozent 
männlich  494 46,2 1.691 44,6 
weiblich 575 53,8 2.102 55,4 
Bundesländer     
Burgenland - - 148 3,9 
Kärnten  - - 273 7,2 
Niederösterreich   - - 319 8,4 
Oberösterreich        - - 772 20,3 
Salzburg          - - 282 7,4 
Steiermark - - 587 15,5 
Tirol        - - 1.155 30,4 
Vorarlberg - - 258 6,8 
Wien 1.069 100 - - 
Größte Lehrberufsgruppen     
Bau, Baunebengewerbe und 
Holz 
112 10,9 523 13,9 
Büro, Wirtschaft und Recht 217 21,1 718 19,1 
Elektrotechnik und Elektronik 95 9,2 239 6,4 
Handel, Verkauf und Werbung  311 30,2 1338 35,6 
Hotel- und Gastgewerbe 64 6,2 415 11,0 
Maschinen, KFZ und Metall 92 8,9 173 4,6 
Quelle: öibf LAP-Befragung 2013.   
 
Anhand der Stichprobenparameter ist ersichtlich, dass es Verzerrungen der Stich-
probe gegenüber der Grundgesamtheit gibt (vgl. WKO-Lehrlingsstatistik 2012). 
Diese können – aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen von Berufsschuldirekti-
onen – auf folgende Faktoren zurückgeführt werden:  
• Bundesländerspezifisch: Die Organisation der Berufsschulzeiten (Jahres-
einteilung, Form der Beschulung) unterscheidet sich zwischen den Bun-
desländern. Viele Direktionen kommunizierten, dass zum gegebenen Be-
fragungszeitraum keine Abschlussklassen beschult werden. Wien stellt mit 
einem großen Anteil an jahrgangsförmiger Beschulung eine Ausnahme 
dar. 
• Lehrberufsspezifisch: Die zeitliche Jahreseinteilung der Beschulung ist 
von der Art und der Dauer des Lehrberufes abhängig. In vielen 3?-
jährigen Lehrgängen wurden zum Befragungszeitpunkt keine Abschluss-
jahrgänge geführt.   
• Geschlechterspezifisch: Männliche Lehrlinge sind vielfach in 3?-jährigen 
Lehrberufen (z.B. Modulberufe Metalltechnik, Elektrotechnik, Elektronik) 
vertreten, die zum gegeben Befragungszeitpunkt größtenteils nicht be-
schult werden und damit bei der Erhebung nicht erreicht wurden.
        

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