Wenngleich diese Ausgabe der �Wirtschaftspolitik�Standpunkte� knapp nach Be-
kanntwerden des Regierungsprogramms der �VP-FP�-Regierung erscheint, be-
sch�ftigen wir uns hier nicht mit den geplanten Vorhaben, die insgesamt eine Um-
verteilung von arm zu reich darstellen und zulasten von ArbeitnehmerInnen und 
�rmeren Bev�lkerungsgruppen gehen. Die Inhalte dieser Ausgabe sind nat�rlich 
bereits vor einiger Zeit geplant worden. Stellungnahmen der AK zum Regierungs-
programm finden Sie auf der AK-Homepage. 
Uns besch�ftigen auch diesmal wichtige Gegenwarts- und Zukunftsfragen, wie die 
Entwicklung des Online-Handels in Wien, wo eine regionale E-Commerce-
Plattform den Wiener Einzelhandel dabei unterst�tzen soll, verst�rkt am wachsen-
den Online-Markt teilhaben zu k�nnen und so auch den Kaufkraftabfluss an aus-
l�ndische Konzerne einzud�mmen. Ein weiterer, immer gr��erer Markt ist jener 
der elektronischen Wohnungs- oder Zimmervermietung in Wien. Die TU Wien hat 
die Buchungsplattform Airbnb genauer unter die Lupe genommen und stellte 
dabei fest, dass sich gerade eine neue Form der Immobilienverwertung in Wien 
etabliert. Hier entsteht zunehmend Regulierungsbedarf, da dem Wiener Woh-
nungsmarkt auf diese Weise immer mehr Wohnungen entzogen werden.  
Zwei weitere Beitr�ge befassen sich mit Ma�nahmen auf europ�ischer Ebene: Der 
erste analysiert eine Mitteilung der Europ�ischen Kommission �ber eine Strate-
gie f�r die Zukunft der Industrie und kommt zu dem Schluss, dass diese eher 
einer Sammlung von angebotsorientierten EU-Projekten darstellt, die auf Deregu-
lierung und st�rkeren Wettbewerb abstellen und letztlich kaum im Sinne der Be-
sch�ftigten wirken. Der zweite Artikel zeigt die bedrohliche Entwicklung und stellt 
sehr anschaulich dar, wie sich die EU in den letzten Jahrzehnten immer mehr von 
einer Union der sozialen Marktwirtschaft hin zu einem Binnenmarkt als Motor der 
zentrifugalen Kraft entwickelt hat und zunehmend soziale Grundrechte seiner 
EinwohnerInnen bedroht. 
Und schlie�lich erkl�ren zwei engagierte Mitglieder der Organisation des  
Frauen*Volkbegehrens, welche Ma�nahmen es im wirtschaftspolitischen Bereich 
dringend braucht, damit in Sachen Gleichstellung von M�nnern und Frauen end-
lich etwas weitergeht. 
Eine interessante Lekt�re und alles Gute f�r 2018 w�nscht Ihnen 
Vera Lacina 
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