Full text: Wirtschaftspolitik - Standpunkte 2018 Heft 31 (31)

Elektro-Pkw in Österreich zwischen 2008 und 
dem ersten Halbjahr 2018 von 146 Fahrzeugen 
auf 17.651 Fahrzeuge an (Abbildung 1).  
Die im nationalen Energierahmen beschriebe-
nen Szenarien des Umweltbundesamtes gehen 
von einer Zunahme des Fahrzeugbestandes an 
Elektrofahrzeugen auf 64.000 bzw. 175.000 
Fahrzeugen bis 2020 aus. Bis ins Jahr 2030 soll 
der Fahrzeugbestand weiter auf 930.000 bis 1,7 
Millionen Elektrofahrzeuge wachsen.  
Die derzeitige Entwicklung und die Prognosen 
über die Zunahme von Elektrofahrzeugen am 
gesamten Fahrzeugbestand zeigen die Bedeu-
tung, die dem Infrastrukturausbau zukommt, 
eindeutig auf.  
Jedoch hängt die Entwicklung der Fahrzeug-
zahlen nicht nur alleine vom Aufbau und Aus-
bau der Infrastruktur ab. Wenn das Ziel einer 
dekarbonisierten, individuellen Mobilität erreicht 
E-Mobilität wird als eine der großen Stell-
schrauben angesehen, um den Verkehrssektor
in den kommenden Jahren fit für eine post-
fossile Zukunft zu machen. Dementsprechend
zeigen alle klima- und energiepolitischen Ziel-
setzungen, Strategien und Pläne die Bedeu-
tung der E-Mobilität zur Dekarbonisierung des
Verkehrssektors auf. Österreich hat sich dabei
mit seiner Klima- und Energiestrategie, dem
Gesamtverkehrsplan und dem österreichi-
schen Mobilitätspaket das Ziel gesteckt, den
Verkehrssektor bis zum Jahr 2050 nahezu
emissionsfrei zu gestalten. Die Ambition dahin-
ter lässt sich unschwer erkennen, trägt doch
der Verkehrssektor aktuell rund ein Drittel zu
den gesamten CO2-Emissionen bei.
Technologische Fortschritte in der Batterie-
technologie, ein wachsendes Angebot an 
Elektrofahrzeugen und die Anstrengungen, die 
auf den unterschiedlichen politischen Ebenen 
unternommen werden, um Elektromobilität zu 
fördern, haben in den letzten Jahren zu einem 
dynamischen Anstieg am Bestand von Elektro-
fahrzeugen geführt. So stieg die Anzahl an
        

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