Titel:
Verteilung der Vermögen in Österreich
PURL Dokument:
urn:nbn:at:at-akw:g-188711
3Das InfoservIce Der aK bEI VERMÖGEN GIbt ES kEINE MIttELSCHICHt Vermögen sind in Österreich äußerst ungleich verteilt. Der private Vermögensbesitz ist in den Händen einiger weniger, die untere Hälfte verfügt über nahezu kein Vermögen. Es gibt - im Gegensatz zu den Einkommen – beim Vermögen nur eine schmale Mittelschicht. Zudem spielt für den Vermögensaufbau Erben – hinter dem keine eigene Leistung steht – eine zentrale Rolle. Das zeigen die Daten aus einer groß angelegten Erhe- bung, die, koordiniert durch die Europäische Zentral- bank, in allen Euro-Staaten durchgeführt wurde. In Österreich wurde sie von der Oesterreichischen Natio- nalbank 2010 vorgenommen. Wie hoch ist das Vermögen? Die privaten Haushalte sind in Österreich insgesamt nicht arm: Mit etwa 1.063 Milliarden Euro liegt ihr Bruttovermögen über 3?-mal so hoch wie das Brut- toinlandsprodukt. Im Vergleich zu den Staatsschulden war das Vermögen privater Haushalte sogar über 5-mal so hoch (siehe Grafik 1 – Seite 2). Wie ist das Vermögen in Österreich verteilt? Dieses Vermögen ist aber extrem ungleich verteilt (siehe Grafik 2). Die reichsten 5% aller Haushalte verfügen über 45% des Bruttovermögens. Knapp 190.000 Haushalte besitzen somit zusammen fast 500 Milliarden Euro, beinahe die Hälfte des gesamten privaten Vermögens. Jeder dieser Haushalte nennt mindestens eine knappe Million Euro sein Eigen, im Durchschnitt sind es beachtliche 2,6 Millionen Euro. Grafik 2. Die verteilung des Bruttovermögens österreichischer Haushalte, 2010 DIe ärmsten 50% Der HausHalte DIe mIttleren 51-80% Der HausHalte DIe vermöGenDen 81-95% Der HausHalte DIe reIcHsten 5% Der HausHalte Quelle: Sozialbericht HFCS Austria 2010 haben einen anteil am gesamten Bruttovermögen österreichischer Haushalte von… 45% 29% 22% 4%