Full text: Das Recht der Arbeit - Heft 355 (355)

BUCHBESPRECHUNGEN
DRdA ? 1/2015 ? Februar 67
le an der Universität Salzburg geschaffen. Federführend sind an 
der Universität Salzburg Walter J. Pfeil und auf Seiten der Träger 
Michael Prantner (Sozialversicherungsanstalt). Diese Initiative 
ist nicht selbstverständlich, sie ist vorbildlich und der Erfolg 
gibt ihr Recht.
Der vorliegende Band widmet sich der Rehabilitation, auf 
die der Gesetzgeber – ungeachtet mäßiger praktischer Erfolge 
und mancher gesetzlicher Neuregelung, die ihren Schwerpunkt 
eher auf statistische Kosmetik gerichtet hat – große Hoffnungen 
für die Wiedereingliederung von Versicherten auf den Arbeits-
markt setzt. Hier ist es wichtig, wenn eine wissenschaftliche 
Aufarbeitung ansetzt. Pfeil/Prantner leisten mit dem vorliegen-
den Band eine wichtige Aufgabe.
Gerade das Rehabilitationsrecht kann ohne weitgehende 
Einbindung von Praktikern nicht aufgearbeitet werden: Zu 
sehr ist das Verständnis der zahlreichen detaillierten Normen 
untrennbar mit den konkreten praktischen Gegebenheiten, die 
der Gesetzgeber vorgefunden hat, verbunden. Diesem Credo 
folgt auch die vorliegende Studie: Walter Pöltner erläutert ein-
leitend die rechtlichen Grundlagen (1 ff), Sigrid Röhrich wid-
met sich dem Projekt „fit2work“ (9 ff). Der Beitrag von Karin 
Rumpelsberger (Oö Gebietskrankenkasse) widmet sich unter 
dem Titel „Rehabilitation und Krankenversicherung“ vor allem 
der neuen Rechtslage im Zusammenhang mit Rehabilitation 
und Case Management (29 ff). Das Thema Rehabilitation wird 
im Folgenden aus Sicht des Arbeitsmarktservice (Georg Leitner 
39 ff), der PV (Pinggera/Grohs 43 ff) sowie speziell zu Fragen 
des Verfahrens (Friedrich Fellinger 55 ff) und Datenschutz 
(Dietmar Jahnel 67 ff) abgehandelt. Eine wirklich vertiefende 
dogmatische Auseinandersetzung fehlt, ich befürchte allerdings, 
dass eine solche angesichts des zT absurd komplizierten Nor-
menmaterials (man denke an die Abschaffung der befristeten 
Invaliditätspension im ASVG bei Aufrechterhaltung eben dieser 
Rechtslage im BSVG und GSVG) aussichtslos wäre. Die AutorIn-
nen sparen nicht mit (berechtigter) Kritik (zB Pinggera/Grohs 
53). Der Band ist ein wichtiger wissenschaftlicher Baustein in 
einem Themenbereich, der sichtlich legistisch noch in Bewe-
gung ist.
REINHARD RESCH (LINZ)
MEDIZINISCHE 
ASSISTENZBERUFE (MAB)
Gesetze und Kommentare Nr. 189
Günter Flemmich, Angelika Hais, Renate Wagner-Kreimer
660 Seiten  ||  EUR 69,–
e-Book inside
ISBN: 978-3-99046-036-8
Mit dem Gesetz über Medizinische Assistenzberufe sind 
 Desinfektionsassistenz, Gipsassistenz, Laborassistenz, 
 Operationsassistenz, medizinische Fachassis tenz und eine 
Reihe weiterer Assistenzen gemeint. Über 1.000 Gesund-
heitseinrichtungen, unzählige Pfl egeeinrichtungen und über 
40.000 Ärzte/Ärztinnen benö tigen Assistenzen. In Hinkunft 
werden diese Assistenzen, anders als vorher, eine ent-
sprechende Ausbildung absolvieren.
Bestellung VERSANDKOSTENFREI im Themenshop des ÖGB-Verlags:
www.arbeit-recht-soziales.at | kontakt@arbeit-recht-soziales.at
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