Volltext: Dividenden Report 2015

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6.4 Infrastrukturbetriebe/Daseinsvorsorge 
 
Unter Infrastruktur/Daseinsvorsorge können die im ATX notierten Unternehmen Österreichische Post AG, Flughafen Wien 
AG und Telekom Austria AG zusammengefasst werden. Diese Unternehmen haben aufgrund der Verluste von Telekom 
Austria AG in Summe im Jahr 2014 ein den Aktionären zurechenbares Ergebnis von rd. 18 Mio. Euro erwirtschaftet. Dem 
stehen Ausschüttungen von rd. 200 Mio. Euro gegenüber. Es wurde somit fast das 10-fache vom hier unterstellten 
gemeinsamen Ergebnis ausgeschüttet. 
 
Infrastruktur Aktionären 
zurechenbares Ergebnis 
Ausschüttungen ? 2014/15 Ausschüttungsquote 
 
 2013/14 2014/15 2014 2015 in % 2014 2015 
Österr. Post AG 123,2 146,5 128,4 131,7 +2,6 104,2% 89,9% 
Flughafen Wien AG 73,3 82,5 27,3 34,7 +27,1 37,2% 42,0% 
Telekom Austria AG 29,9 -210,9 22,1 33,2 +50,2 76,4% Div./Verl. 
Summe 225,4 18,1 177,8 199,6 +12,3% 78,9% 1.102,8% 
 
Tabelle 8: Ergebnisse Infrastruktur, Reihung nach Ausschüttungsvolumen 2015 
Quelle: ATX Auswertung der AK Wien auf Basis veröffentlichter Konzerngeschäftsberichte bzw. Daten lt. Homepage; Ausschüttungen auf Basis der 
Vorschläge für die Hauptversammlung  
 
Österreichische Post AG 
Die Österreichische Post AG gilt seit dem Börsegang 2006 als der verlässlichste Ausschüttungspartner. Während die 
Arbeitsplätze ständig verringert werden, schreibt die Post für Aktionäre zweifelsfrei eine einzige Erfolgsgeschichte. Jahr für 
Jahr wurde der gesamte Gewinn 1:1 als Dividende verpackt und in den ersten Börsenjahren wurden sogar noch eiserne 
Reserven (Kapitalrücklagen) als Treubonus aufgelöst und draufgepackt. Für das Bilanzjahr 2014 liegt die 
Ausschüttungsquote erstmals mit 89,9 % geringfügig darunter. Allerdings  konnte aufgrund des guten Ergebnisses die 
Dividende trotzdem auf 1,95 Euro pro Aktie (Vorjahr 1,90 Euro) weiter angehoben werden. 
 
Flughafen Wien 
Flughafen Wien AG konnte im Geschäftsjahr 2014 eine deutliche Ergebnisverbesserung erreichen. Neben einem leichten 
Umsatzanstieg um 1,3 Prozent hat sich vor allem das Nettoergebnis deutlich um 12,5 % auf 82,5 Mio. Euro verbessern 
können. Auch für das Jahr 2015 ist der Ausblick positiv und es wird eine moderate Umsatzsteigerung sowie ein Gewinn von 
über 85 Mio. Euro erhofft. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Dividende wider. Diese wird sogar um 26,9 % auf 1,65 
pro Aktie (Vorjahr 1,30) angehoben. Damit werden 42 % des Gewinns an die Aktionäre weitergereicht. 
 
Telekom Austria AG 
Im ersten Bilanzjahr unter Kontrolle des Mehrheitseigentümers America Movil musste die Telekom Austria einen deutlichen 
Verlust von -185,4 Mio. Euro hinnehmen. Nach Bedienung des Hybridkapitals verblieb ein, den Aktionären zurechenbares, 
Ergebnis von -210,9 Mio. Euro. Eigentlich wäre das Ergebnis 2014 sogar noch um rd. 60 Mio. Euro schlechter ausgefallen. 
Bei einer Stichprobenprüfung durch die neu geschaffene Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung wurde festgestellt, 
dass die eigentlich erst im 2. Quartal 2014 erfassten Wertminderungen des Firmenwerts in Bulgarien bereits im Vorjahr 2013 
berücksichtigt hätten werden müssen. Dem entsprechend wurde im IFRS Abschluss das Vorjahresergebnis um rd. -60 Mio. 
Euro nach unten korrigiert. Für die Aktionäre ändert dies nichts – wie auch für das Jahr 2013 wird an der Dividendenpolitik 
von fünf Cent je Anteilsschein weiter festgehalten. Im November 2014 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, da die neu 
aufgelegten Aktien voll dividendenberechtigt sind erhöht sich die Ausschüttungssumme auf 33,2 Mio. Euro.
        

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