Full text: Handys unter Palmen

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TIPPS fürs Telefonieren mit Handys im Ausland 
 
? Wichtig: Im Ausland fallen auch Kosten für ankommende Gespräche aus 
Österreich an. Anrufer und Roamer teilen sich die Kosten, da dem Anrufer gar 
nicht bewusst sein muss, dass das Handy gerade im Ausland weilt. Der Anrufer 
zahlt den nationalen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz.  
 
? Der Roamer trägt die Kosten für die Weiterleitung des Gesprächs von Österreich in 
sein Urlaubsdomizil (Passivgebühr).  
T-Mobile, Mobilkom (A1, bob, red bull mobile), TELE.Ring, Drei, und YESSS 
verrechnen im Privatkundentarif in den untersuchten europäischen Urlaubsländern 
(Griechenland, Türkei, Spanien, Kroatien und Italien) ab Juli 2014 
Passivgebühren von € 0,06 bis € 1,29.  
 
Während in der Türkei die höchsten Weiterleitungsgebühren häufig bei Wertkarten-
Handys anfallen (Ausnahme bob), macht es innerhalb der EU aufgrund der 
verordneten Höchstpreise keinen Unterschied ob man ein Vertrags- oder ein 
Wertkartenhandy verwendet. In den EU-Ländern greifen die Höchstgrenzen einer 
EU-Verordnung mit max. Passivgebühren von 0,06 Euro/min, 0,228 Euro/min für 
Aktivgespräche, 7,2 Cent/SMS und für den Datentransfer 0,24 Euro/MB ab Juli 
2014. 
 
? Bei einem Handyruf vom Ausland nach Hause wird der Tarif des ausländischen 
Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag berechnet. Die Preise in den 
untersuchten Ländern sind zeitunabhängig.  
 
? Im untersuchten Nicht-EU-Land Türkei kann man wesentliche Kosteneinsparungen 
durch die Verwendung von SMS statt Telefonaten erzielen. In diesem Land hat die 
EU-Höchstgrenzenverordnung keine Gültigkeit und die Roaminggebühren (passiv 
und aktiv wie auch Datentransfer und SMS) sind dort wesentlich höher als in den 
EU-Staaten. 
 
? Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys im 
Ausland zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers. 
Der Empfänger der Nachricht die Passivgebühren seines Betreibers für 
ankommende Gespräche. 
 
? Kostenfalle Mobilbox 
Wer am Strand seine Mobilboxnachrichten abhören will, zahlt genauso viel, wie bei 
einer Gesprächsverbindung nach Österreich. Wenn das Handy auf fallweise 
Rufumleitung zur Mobilbox programmiert ist, können bei fehlgeschlagenen Anrufen 
gleich doppelte Kosten anfallen (außerhalb der EU): Anrufe müssen erst ins 
Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. 
Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, weil besetzt ist, keine Verbindung 
zustande kommt oder einfach nicht abgehoben wird, so fällt beim Angerufenen die 
Passivgebühr und zusätzlich der Gastroamingtarif für die Rückleitung des 
fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Mit einer ständigen 
Rufumleitung kann man sich aus dieser Kostenfalle befreien, erhält aber auch 
keinen einzigen direkten Anruf. Tipp: Die Mobilbox ganz abschalten. Was zu tun 
ist, damit die Mailbox tatsächlich deaktiviert ist, kann je nach Anbieter und Produkt 
verschieden sein.
        

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