Volltext: Österreichische Leitunternehmen im BilanzCheck

ATX-Unternehmen im BilanzCheck.Juni.2015 ? 7 
Nicht nur in den Unternehmen des Leitindex ATX hat es Rückgänge gegeben, mit sinkenden Umsätzen müssen 
auch die 300 größten europäischen Unternehmen kämpfen: Die Umsatzerlöse in diesen Unternehmen sind im 
Vorjahr um 0,5 % zurückgegangen, der Gewinn ist sogar um vier Prozent geschrumpft. Im Gegensatz dazu stei-
gerten die Top-300-US-Konzerne ihren Umsatz um 4,1 % und den Gewinn um 1,0 %. Der Rückfall Europas hängt 
mit der dominierenden „Old Economy“ zusammen. Die meisten Unternehmen der Top-300 in Europa kommen 
aus den Bereichen Industrie (66), Versorger (30), Öl und Gas sowie Bergbau und Metall. In den USA ist der In-
dustrie-Anteil (42) wesentlich geringer, dafür sind Bereiche wie IT (30), Gesundheitswesen und Handel wesent-
lich stärker vertreten. Mit der OMV (Platz 51), voestalpine (164) und Andritz (273) schafften es drei österreichi-
sche Konzerne unter die Top-300. Während die OMV im Ranking deutlich zurückfiel und die Voestalpine AG 
annährend gleich blieb, holte Andritz AG um zehn Plätze auf.
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Betriebsergebnis (EBIT)3  
Für die Beurteilung der Ertragslage ist neben der Umsatzentwicklung insbesondere der Verlauf des operativen 
Geschäfts und damit die Entwicklung des Betriebserfolgs (EBIT)
3
 relevant: Die analysierten Unternehmen (ohne 
Banken und Versicherungen) erzielten im Jahr 2014 ein ordentliches Ergebnis von fast 3,4 Mrd. Euro, das ist ein 
signifikanter Rückgang um mehr als ein Drittel bzw. 37,0 %. Bei sinkender Tendenz erreicht die durchschnittli-
che EBIT-Margin der 14 ATX Unternehmen (ohne Banken und Versicherungen) im Jahr 2014 4,7 %. Bis auf fünf 
Unternehmen (Andritz AG, Flughafen Wien AG, Österreichische Post AG, Voestalpine AG und Zumtobel Group 
AG) müssen alle ATX Konzerne zum Teil sehr deutliche Einbußen hinnehmen. Bei der Telekom Austria fällt das 
operative Ergebnis erstmals im Dreijahresvergleich negativ aus (-3 Mio. Euro).  
 
Noch stärker ins Minus hat sich das Kerngeschäft bei der Wienerberger AG gedreht (-107,3 Mio. Euro). Aus der 
geplanten Rückkehr in die Gewinnzone wurde nichts: Einen Strich durch die Rechnung machten dem Ziegel-
produzenten einmalige Wertberichtigungen im vierten Quartal in der Höhe von 208 Mio. Euro. So steht für das 
Vorjahr ein EBIT nach Wertminderungen von Sachanlagen sowie Firmenwertabschreibungen von -107 Mio. 
Euro zu Buche. Das Marktumfeld blieb für das Unternehmen jedenfalls auch im Vorjahr herausfordernd. Lang-
samer als erwartet, schritt etwa die Erholung des Neubaumarktes in den USA voran.  
 
EBIT (in Tausend)
3
 2012 2013
4
 2014 2013/2014 
OMV AG 3.103.721  2.602.000  1.054.000 -59,5% 
Voestalpine AG  843.096  788.437  886.330 +12,4% 
Verbund AG 899.932  499.647  411.947 -17,6% 
Andritz AG 334.474  89.787  295.701 +229,3% 
Österreichische Post AG 196.200  192.500  197.000 +2,3% 
CA Immobilien Anlagen AG 232.403  243.632  142.917 -41,3% 
Conwert Immobilien Invest SE -58.500  123.400  121.600 -1,5% 
Flughafen Wien AG 108.026  112.079  119.777 +6,9% 
RHI AG 167.600  111.100  109.300 -1,6% 
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG 121.172  90.203  67.460 -25,2% 
Zumtobel Group AG 21.660  12.143  41.091 +238,4% 
Lenzing AG 231.508  86.409  21.926 -74,6% 
Telekom Austria AG 457.039  318.168  -2.986 
 Wienerberger AG -21.718  64.668  -107.336 
 14 ATX Unternehmen  6.636.613  5.334.173  3.358.727 -37,0% 
Quelle: Konzerngeschäftsberichte  
                                                                
2 Quelle: Ernst and Young, Top 300 Europa-USA, Die jeweils 300 umsatzstärksten Unternehmen Europas und der USA im Vergleich, Ge-
schäftsjahr 2014  
3 ohne Finanzsektor (Banken, Versicherungen)  
4 adaptiert gem. Konzerngeschäftsbericht 2014 bzw. Konzerngeschäftsbericht 2014/2015
        

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