Full text: Nachverdichtung (1)

AK Stadt · Seite 15 wien.arbeiterkammer.at
Wien, Lyon und München umgesetzt. Mit-
sprache der Bevölkerung spielt bei „Smarter 
Together“ eine zentrale Rolle. 
Kommunikation ist nicht nur, aber vor allem 
bei großen Projekten ein wesentlicher 
Erfolgsfaktor. Sie beginnt bei uns, lange 
bevor der erste Arbeiter auf der Baustelle 
ist. Wir versuchen die BewohnerInnen so 
früh wie möglich in den Prozess einzubin-
den, um alle Ideen und Wünsche bestmög-
lich umzusetzen. Das ist auch mit hohem 
Aufwand verbunden, der bei uns zum Teil 
durch PartnerInnen abgewickelt wird. 
Sozial geschulte Personen moderieren
Unsere PartnerInnen im Bereich der Miete-
rInnen-Betreuung sind keine TechnikerIn-
nen, sondern sozial geschulte Personen. 
Wir benötigen hier vor allem ModeratorIn-
nen, um einen Perspektivenwechsel bei uns 
als Wohnbaugesellschaft wie bei den 
BenützerInnen einzuleiten. Wenn man die 
andere Seite – und da nehme ich uns nicht 
aus – versteht, funktioniert es einfach bes-
ser. Unserer Erfahrung nach steigen die 
Akzeptanz und die Identifikation der 
BewohnerInnen durch den erhöhten Einsatz 
von Kommunikation. Das bringt nicht nur 
Vorteile in der Bauphase, sondern auch in 
der gesamten Bewirtschaftung. 
Die Hauff gasse ist ein echtes Leuchtturm-
projekt, bei dem man viel Überzeugungs-
kraft und ein starkes Team braucht. Um die 
bewohnten Hochhäuser aufzustocken und 
auch ein E-Carsharing in der Anlage einzu-
richten, wurde das Büro wohnbund:consult 
beauftragt, einen breiten Beteiligungspro-
zess zu organisieren. Dazu wurde ein Info-
point in der Wohnanlage errichtet, wo die 
MieterInnen vorbeikommen und sich über 
Fakten, Konzepte und Maßnahmen infor-
mieren sowie ihre eigenen Ideen einbrin-
gen können. Zusätzlich gab es noch Work-
shops, Begehungen, Themenabende und 
Informationsnachmittage.
Generell wird unser Portfolio nach jeder 
wesentlichen Bauordnungs- oder Raum-
ordnungsänderung auf die Möglichkeit der 
Nachverdichtung überprüft. Aktuell wird 
ganz in der Nähe der Hauffgasse ein Pro-
jekt in der Größenordnung von 15 Mio Euro 
vorbereitet, das weitere gemein nützige 
Mietwohnungen schaffen wird. Aber auch 
mit Eigentumswohnungen wie zB in der 
Spittelauer Lände verdichten wir zu einem 
sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis 
nach. 
Nachhaltig für Generationen gestalten
Unseren Auftrag, günstigen Wohnraum 
zur Verfügung zu stellen, nehmen wir sehr 
ernst, und das wollen wir nachhaltig 
gestalten. Deshalb geben wir uns nicht 
nur mit der thermischen Sanierung zufrie-
den. Wir bauen für Generationen, dement-
sprechend muss sich auch unser Betrach-
tungszeitraum auf die gesamte Lebens-
dauer ausdehnen. 
DIE IDENTIFIKATION MIT DEM OBJEKT STEIGT DURCH DEN ERHÖHTEN 
EINSATZ VON KOMMUNIKATION. DAS BRINGT VORTEILE IN DER BAU-
PHASE UND AUCH IN DER GESAMTEN BEWIRTSCHAFTUNG. 
Das Sanierungsprojekt Wohnanlage Hauffgasse ist Teil der EU-Initiative „Smarter Together – gemeinsam g’scheiter!“. 
Dazu gehört auch die Mitbestimmung bestehender MieterInnen sowie ein E-Carsharing-System für die BewohnerInnen. 
Das EU-Projekt „Smarter 
Together“ – was ist das? 
„Smarter Together“ ist eine von 
der EU geförderte Stadterneue-
rungsinitiative in den drei Städ-
ten Wien, Lyon und München. 
Gemeinsam mit der Bevölkerung 
und Unternehmen entwickelt die 
Stadt Wien in Simmering Smart-
City-Lösungen. Die Schwer-
punkte liegen in den Bereichen 
Gebäudesanierung, Energie, 
Mobilität und Logistik sowie 
Informations- und Kommunikati-
onstechnologie. Die Sanierung 
und Nachverdichtung der Groß-
wohnanlage in der Hauffgasse 
ist in das Projekt eingebunden. 
www.smartertogether.at
        

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