Full text: Ene mene muh & raus bist du (3)

Li si eS pe ch t/ A K W ie n, E rw in S ch uh , S ba st ia n P hi lip p, Klar ist: Schon jetzt arbeiten die ArbeitnehmerIn- nen in Österreich lange, die neuen Arbeitszeitrege- lungen kosten sie Geld, bedeuten weniger Freizeit für sie, machen ihr Familienleben schwerer und beeinträchtigen ihre Gesundheit. Renate Anderl, AK Präsidentin Die Diskussionen um Arbeitszeitverlänge- rungen orientieren sich zumeist an der Wirt- schaft. Allzu oft blenden Wirtschaft und Indus- trie die gesundheitli- chen Auswirkungen aus. Dabei ist sich die Wissenschaft einig: Bei zunehmender Dauer der Arbeit ist mit einem Anstieg von gesundheit- lichen Beeinträchtigun- gen zu rechnen. wien.arbeiterkammer.at/meinestadt AK Stadt · Seite 2 Gratis-Abo der Zeitschrift AK Stadt: E-Mail stadt@akwien.at oder Tel 01/501 65-13047 Download aller Ausgaben wien.arbeiterkammer.at/meinestadt Rollsplitt Wiener Bauordnungsnovelle I Das starke Bevölkerungswachstum Wiens und die damit verbundene große Nachfrage nach Bauland erfordern einerseits den Schutz des bestehenden Wohnraums, andererseits muss neues Bauland für den sozialen Wohnbau gewonnen werden. Die im vorliegenden Entwurf vorgeschlagene Einführung einer Widmungska- tegorie „geförderter Wohnbau“ ist eine langjäh- rige Forderung der AK. Dem Problem der hohen Grundstückskosten und der damit verbundenen Schwierigkeit, leistbaren Wohnraum zu schaf- fen, wird erstmals entgegengewirkt. Dadurch wird eine Basis dafür geschaffen, mehr Fläche für den geförderten Wohnbau zu gewinnen. Wiener Bauordnungsnovelle II Die unter dem Aspekt der Baukostensenkung vorgeschlagenen Änderungen, wie beispiel- weise die Verringerung der Wohnungsmindest- größe, der Entfall der Trennung WC und Bad bei Wohnungen mit mehr als zwei Zimmern sowie der Entfall von Einlagerungsräumen werden von der AK abgelehnt. Aus Sicht der Arbeiterkammer ist es notwendig, mögliche Einsparungseffekte auf Basis von einer Kosten-Nutzen-Rechnung zu betrachten. Die zu erwartenden Qualitäts- einbußen für die Bewohnerinnen und Bewohner stehen bei einigen Vorschlägen in keinem Ver- hältnis zum Argument der Verringerung der Bau- kosten. AK Rechtsberatung Einem Boss kann es nicht schnell genug gehen. Er will eine neue Gleitzeitverein- barung nach dem 12-Stunden-Tag-Gesetz. Ein Arbeitnehmer eines international tätigen Handelsunternehmens hat sich an die AK Arbeits- rechtsberatung gewandt. Die Firma legt derzeit ihren 150 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Wiener Zentrale eine neue Gleitzeitvereinbarung zur Unterschrift vor, wonach aus bisherigen Über- stunden reguläre, zuschlagsfreie Stunden wer- den, die nur als Gleitzeit freigenommen werden können. In dem Unternehmen gibt es keinen Betriebsrat. Die Firma kann daher mit jedem/r Einzelnen eine Gleitzeitvereinbarung abschließen. Die Beschäf- tigten akzeptieren diese in der Regel aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Karrierenachteilen. Rechtlich hält diese Vereinbarung zwar auch mit dem 12-Stunden-Tag-Gesetz nicht, es wird aber kaum ein/e MitarbeiterIn dagegen klagen. Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, ist zu groß. Offensichtlich kann es den Unternehmen nicht schnell genug gehen, die neue Gesetzeslage aus- zunutzen. o Erster Fall einer neuen Gleitzeitvereinbarung Impressum: Medieninhaber und Herausgeber AK Wien, Prinz- Eugen-Straße 20–22, 1040 Wien E-Mail stadt@akwien.at Telefon 01/501 65-13047 Redak tion Mag. Thomas Ritt (Leitung), Jakob Fielhauer MitarbeiterInnen dieser Ausgabe DI MEng Raphael Eder, Mag Oliver Gruber, Mag.a Katharina Hammer, Mag Christian Resei, Redaktionssekre tariat Alina Andritsch 01/501 65-13047 Lektorat Christine Brunner Konzeption und Produktion Jakob Fielhauer, www.fielhauer.at Coverfoto mma23, gynex (Adobestock), herst1 Flickr, Bearbeitung Fielhauer Druck und Herstellung Druckerei Walla GmbH ISSN 2227-9415 Offen legung gemäß Mediengesetz, Par. 25 wien.arbeiterkammer.at/impressum.htm; AK Stadt thematisiert relevante Kommunal themen für Wiener ArbeitnehmerInnen. In der AK Stadt ver öffentlichte Artikel müssen nicht notwendi- gerweise die Meinung der AK Wien wiedergeben. Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Sie erreichen uns unter stadt@akwien.at kalt warm

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