Full text: Wien neu (18)

WIEN NEU 
ARBEITERKAMMER WIEN          29 
Bürgermeister/in zukommt, lässt sich speziell aus dem § 31 Abs. 5 erkennen, der das The-
ma der Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Magistrat und den gewählten Bezirksor-
ganen aufgreift. Das hier vorgesehene Prozedere macht deutlich, welche informellen Struk-
turen und Kommunikationskanäle im Falle von Unstimmigkeiten in Kraft gesetzt werden 
müssen, um möglicherweise berechtigte Bezirksinteressen gegen die Interessen des Ma-
gistrats/der Verwaltung durchsetzen zu können.  
Die Dezentralisierung sollte grundsätzlich ohne Personalaufstockung umgesetzt werden. Um dies zu 
erreichen, wurden innerhalb des Magistrates neue dezentrale Strukturen aufgebaut. So wurde etwa 
in der für Rechnungs- und Abgabenwesen zuständigen Magistratsabteilung (MA 6) eine eigene 
Buchhaltungsabteilung für die Dezentralisierung eingerichtet und innerhalb der für Budgetfragen 
zuständigen Magistratsabteilung für Finanzwirtschaft, Haushaltswesen und Statistik (MA 5) gibt es 
ein eigenes Referat für Bezirksbudgets. 
Weitere regionalisierte/dezentralisierte Strukturelemente sind:  
Bezirksreferentin/Bezirksreferent 
In jeder Dienststelle, die mit Bezirksangelegenheiten beschäftigt ist, wird jeweils ein/e Mitarbeiter/in 
für jeden Bezirk als Bezirksreferent/in eingesetzt, die diese Aufgaben zusätzlich zu den ihnen über-
tragenen laufenden Aufgaben ausführen. Die jeweilige Person ist unmittelbare Ansprechpartner/in 
der Bezirksvorsteher/in. Sie/er muss ihr/ihm die erforderlichen Informationen geben, Wünsche des 
Bezirks entgegennehmen und die Zusammenarbeit fördern.  
In regelmäßig abzuhaltenden Koordinationsgesprächen (unter dem Vorsitz des/der Bezirksvorste-
her/in) berichten die Bezirksreferentinnen und –referenten in einem Plenum über bezirksrelevante 
Fragen.  
Bezirkskoordinatorin/Bezirkskoordinator 
Für jeden Bezirk ist auch ein/e Bezirkskoordinator/in eingesetzt. Sie/Er ist ebenfalls Ansprechpart-
ner/in des/der Bezirksvorstehers/in vor allem wenn es um die Zusammenarbeit mehrerer Dienststel-
len auf Bezirksebene erforderlich ist.  
Die Person des/der Bezirkskoordinators/in hat positive „Support“-Funktion und wird in dieser 
Funktion sehr unterschiedlich wahr- und angenommen. Aus den Gesprächen hat sich dies-
bezüglich die Frage eröffnet, ob die Bezirkskoordinatoren/innen ein höheres Pouvoir erhal-
ten könnten bzw. inwieweit ihre Rolle auch neu zu definieren wäre.  
Bereichsleiterin/Bereichsleiter für Bürgerservice und Dezentralisierung 
Der/die Bereichsleiter/in für Bürgerservice und Dezentralisierung ist Ansprechpartner/in des/der Be-
zirksvorsteher/in in Angelegenheiten der Dezentralisierung und berichtet der/dem Bürgermeister/in 
sowie dem/der Magistratsdirektor/in sowie den amtsführenden Stadträten/rätinnen. Soweit den 
Dienststellen Weisungen zu erteilen sind, die die Dezentralisierung betreffen, kommt dem/der Be-
reichsleiter/in ein Weisungsrecht zu. 
Das Team der „Bereichsleitung Dezentralisierung“ ist für die Gesamtkoordination zuständig, zu ihren 
Hauptaufgaben zählen: 
? Klärung von Problemen sowohl der Bezirke als auch der Dienststellen, soweit dezentralisier-
te Aufgabenbereiche betroffen sind 
? Vorbereitung beziehungsweise Anpassung der zur Durchführung der Dezentralisierung not-
wendigen Verfügungen und Organisationsmaßnahmen 
? Information und Beratung der Bezirksvorsteher/innen
        

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