Full text: Budgetanalyse 2016 bis 2020 (152)

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3. BUDGETSTRATEGIE BIS 2020 
3.1 Magisches Vieleck der Wirtschaftspolitik: Zur notwendigen 
Einbettung der Budgetpolitik in eine ausgewogene 
wohlstandsorientierte Wirtschaftspolitik 
Das magische Vieleck der Wirtschaftspolitik stellt die unterschiedlichen, teils auch widersprüchlichen 
Ziele der Wirtschaftspolitik in einen Zusammenhang. Als erfolgreich kann eine Wirtschaftspolitik 
dann gelten, wenn es ihr gelingt, unterschiedliche Zielsetzungen gleichzeitig zu erreichen: Eine 
nachhaltige gesamtwirtschaftliche Entwicklung besteht dann, wenn stabile Preise gewahrt und 
Vollbeschäftigung gesichert, ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht ebenso wie stabile 
Staatstätigkeit, gerechte Verteilung und ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet sind. 
Abbildung 4: Magisches Vieleck der Wirtschaftspolitik 
 
Quelle: eigene Darstellung. 
Österreichs Wirtschaft und Wirtschaftspolitik gelang es in der Vergangenheit meist besser als 
den anderen EU-Ländern, die Ziele des magischen Vielecks ausgewogen zu erreichen. Dies gilt 
mit einer markanten Ausnahme auch für die Gegenwart: 
 Die Lebensqualität ist nach wie vor hoch – im OECD-Ranking der Länder mit der höchsten 
Lebenszufriedenheit liegt Österreich auf dem 4. Platz der Eurozone. 
 Die Inflationsrate weicht weniger stark vom Zielwert der EZB nach unten ab als im Durchschnitt 
der Eurozone.  
 Der Saldo der Leistungsbilanz weicht mit steigender Tendenz nach oben vom Gleichgewicht ab. 
Dies weist auf eine Schwäche der Inlandsnachfrage und ein anhaltendes Importdefizit hin. 
 Der strukturelle Budgetsaldo hat selbst die restriktiven europäischen und nationalen Zielwerte 
2015 übertroffen. Ein zweiter Indikator für die stabile Staatstätigkeit ist die Quote der öffentlichen 
Nettoinvestitionen, die im Ausmaß des Bedarfs an Zukunftsinvestitionen positiv sein sollen. Mit
        

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