Full text: Sicherheit hautnah (2)

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Schutz- und Pflegecremen richtig angewandt schützen die Haut.
A R B E I T N E H M E R i N N E N S C H U T Z
Obwohl eine fachgerecht durchgeführte 
Arbeitsplatzevaluierung, in Kombination 
mit den Regeln der Technik, hier Maß-
nahmen vorsehen würde.“ Diese Berei-
che sollten möglichst bald mit einer eige-
nen Durchführungsverordnung geregelt 
werden.
Das A und O der PSA
Persönliche Schutzausrüstungen sind 
an sich die letzte Stufe einer Reihe von 
Maßnahmen, um ArbeitnehmerInnen vor 
möglichen Unfällen und Gesundheits-
schäden zu schützen. Prinzipiell ist die 
PSA erst dann einzusetzen, wenn alle kol-
lektiven technischen Schutzmaßnahmen 
und arbeitsorganisatorischen Maßnah-
men zur Vermeidung von Gefahren aus-
geschöpft sind und noch immer Restge-
fahren bestehen. Die Rangfolge ist leicht 
zu merken:
 ? Substitution (Ersetzen) des Gefahrstof-
fes durch einen weniger gefährlichen
 ? Technische Maßnahmen: Anwendung 
von geschlossenen Systemen, Absau-
gung von Gasen, Schwebstoffen etc.
 ?Organisatorische Maßnahmen: Ver-
teilung der Belastungen auf mehrere 
ArbeitnehmerInnen, Exposition zeitlich 
begrenzen 
 ? Persönliche Schutzmaßnahmen: Hand-
schuhe, Gehörschutz, Helme etc.
Die optimale persönliche Schutzausrüs-
tung ist ergonomisch, optisch anspre-
chend – und wird von den Betreffenden 
selbst ausgesucht. „Dann“, so AK-Experte 
Bruckner, „ist die Wahrscheinlichkeit, dass 
sie auch getragen wird, am größten“.
Verschlechterungen 
zurücknehmen
Im Großen und Ganzen wird die neue 
PSA-Verordnung durch konkrete Bestim-
mungen die Umsetzung entsprechender 
Maßnahmen erleichtern sowie zu mehr 
Akzeptanz und damit zu mehr Sicherheit 
beitragen. Doch in einem Punkt brachte 
sie sogar Verschlechterungen. Unterwei-
sungen, also dem jeweiligen Arbeitsplatz 
und dem Wissensstand der/des jewei-
ligen Beschäftigten angepasste Schu-
lungen müssen vor Arbeitsantritt, aber 
auch bei Einführung neuer Maschinen 
oder neuer Maßnahmen nach Unfällen 
etc. durch geführt werden und sind erfor-
derlichenfalls zu wiederholen. Hier sieht 
Harald Bruckner, Sicherheitsexperte der 
AK Wien, Verbesserungsbedarf: „Seit der 
neuen PSA-V ist es möglich, die Inter-
valle von Unterweisungen von einem 
Jahr auf bis zu drei Jahre zu verlängern. 
Diese Veränderung wurde kurz vor Be-
schlussfassung von Unternehmerseite 
hineinreklamiert und sollte rasch wieder 
abgeschafft werden.“
Leider keinen Fortschritt bringt die PSA-V 
bei der Arbeitskleidung, weil Regelungen 
über spezifische Arbeitskleidung nicht 
berührt werden. „Das müssen wir uns in 
den nächsten Jahren genau anschauen“, 
ortet Bruckner Verbesserungsbedarf. „Po-
sitiv ist zwar, dass jetzt per Verordnung 
klargestellt wurde, dass die orthopädi-
sche Zurichtung von Sicherheitsschuhen 
gezahlt werden muss, doch in puncto 
passender Fußschutz herrscht teilweise 
Handlungsbedarf. Viele ArbeitnehmerIn-
nen brauchen beispielsweise Berufsschu-
he mit rutschfester Sohle oder passendes 
Schuhwerk für länger andauernde Bean-
spruchungen (Steharbeitsplätze usw.). 
Doch hier blieb leider alles beim Alten. 
„Bei der Arbeitskleidung
gibt es noch
Verbesserungsbedarf“
Harald Bruckner
VERANSTALTUNGSTIPP
4.11.2014: Hände gut, alles gut
Informationsveranstaltung zur Kam-
pagne der AUVA zur Vermeidung von 
Handverletzungen (mehr Infos auf 
Seite 24)
Mehr Infos unter tinyurl.com/psa214
© 
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