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9. Schlussfolgerungen 
? Geringer Stellenwert des Corporate Governance Kodex 
Auch drei Jahre nach Einf�hrung des Kodex findet er bei �ber der H�lfte der b�rsenotierten Ge-
sellschaften keinen Anklang. Es konnten vor allem jene Gesellschaften gewonnen werden, die im 
Rampenlicht des Wiener B�rsenparketts stehen. Aber nicht einmal alle Unternehmen des Prime 
Markets haben sich bereits verpflichtet, obwohl die Verpflichtung verbindlich seit 2004 vorgese-
hen ist.  
F�r die �brigen Marktteilnehmer ist der Kodex offensichtlich kein Thema. Der Kodex verfehlt so-
mit klar sein Zielpublikum: alle b�rsenotierten Gesellschaften. Dies bedeutet aber auch, dass jene 
Gesellschaften, die einen hohen Entwicklungsbedarf in ihrer Corporate Governance aufweisen, 
nach wie vor nicht bereit sind daran zu arbeiten. Die Optik ist schlecht und die erhoffte Wirkung 
des CG-Kodex damit erheblich beeintr�chtigt.  
 
? Freiwilligkeit kann verbindliche Regelungen nicht ersetzen � Beispiel individuelle Ver�f-
fentlichung von Managergeh�ltern 
Die geringe Effizienz von freiwilligen Kodizes zeigt sich besonders deutlich bei Empfehlungen, die 
etwas sensibler sind. Am Beispiel der individuellen Ver�ffentlichung der Managergeh�lter wird 
deutlich, dass ohne verbindliche Regelung keine Transparenzerh�hung erreicht wird. Lediglich 
eine Hand voll Unternehmen kommt den Empfehlungen nach. Eine h�here Verbindlichkeit kann 
erreicht werden, indem blo�e Empfehlungen als �Comply or Explain� Regel formuliert werden. 
Wird aber ber�cksichtigt, wie wenige Unternehmen sich �berhaupt dem Kodex freiwillig verpflich-
ten, zeigt sich, dass der Kodex insgesamt keine besondere Relevanz bewirkt. Das Gros der hei-
mischen Wirtschaft besteht aus Unternehmen, die nicht an der B�rse notiert sind, sollen auch 
diese erreicht werden, kommt der Gesetzgeber an gesetzlichen Regelungen nicht vorbei.  
 
? �berpr�fung der tats�chlichen Einhaltung des Kodex f�r Externe nicht m�glich 
Es gibt nur 7 Unternehmen, welche die Einhaltung des Kodex durch einen externen Auditor �ber-
pr�fen haben lassen. Bei den �brigen Unternehmen bleibt den externen Interessenten nur, den 
ver�ffentlichten Angaben Glauben zu schenken. Dies hat die Arbeiterkammer ebenfalls von Be-
ginn weg kritisiert. Regeln, deren Einhaltung nicht seri�s �berpr�ft werden k�nnen, verfehlen ih-
ren Sinn. Auch hier w�re eine Umsetzung in Form einer Weiterentwicklung des Gesellschafts-
rechtes weit effektiver. 
 
? Gender Mainstreaming � gro�er Nachholbedarf 
Die Organe der heimischen b�rsenotierten Gesellschaften sind beinahe ausschlie�lich mit M�n-
nern besetzt. Zu einer �guten� Corporate Governance geh�rt aus der Sicht der AK aber auch, 
dass die Interessen der Frauen in angemessener Weise bei der Entscheidungsfindung ber�ck-
sichtigt werden. Freiwillige Empfehlungen sind zu wenig � zu gro� ist derzeit der Unterschied 
zwischen den Geschlechtern. Gesetzliche Impulse sollten daher �berlegt werden.  
 
? Berichterstattung �ber gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen 
Viele Unternehmen sind in den letzten Jahren auf den �Modetrend� der gesellschaftlichen Verant-
wortung aufgesprungen. �ffentlichkeitswirksame Projekte wurden auf die Gleise gestellt,  
Charity-Aktivit�ten vermarktet und bei publikumswirksamen Preisverleihungen kann die �ffent-
lichkeitswirksamkeit noch einmal gesteigert werden. Aber nur wenige Unternehmen k�nnen bis-
lang umfassende und gesamthafte Aktivit�ten anf�hren, die beweisen, dass sie gesellschaftliche 
Verantwortung tats�chlich wahrnehmen. Auch der CG-Kodex verpflichtet sich in seiner Pr�ambel 
zu einer auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung. Soll es nicht nur 
bei leeren Worten bleiben, ist eine Berichterstattung dar�ber unabdingbar. Tatsache ist freilich, 
dass auch hier nur einige wenige Unternehmen finden, die Nachhaltigkeit in ihrer Berichterstat-
        

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