Full text: Schattenbanken in Europa

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Thema
ab dem Jahr 2000 rasant an, und wächst 
seither verhaltener. Vertreten sind hier-
zulande vor allem Investmentfonds und 
übrige Finanzintermediäre. Während die 
Verbriefungstätigkeit nie stark ausgeprägt 
war, wird diese aber von österreichischen 
Akteuren sehr wohl im Ausland (z. B. 
Irland) abgewickelt.
Grundtyp 3: 
Schattenbanksystem-Intensität 
geringer als 0,5
Hier ist der Schattenbanksektor nur mar-
ginal ausgeprägt. Dazu zählen Estland, 
Tschechien, Polen, Slowenien, Lettland, 
Kroatien, Litauen, Slowakei, Rumänien 
und Griechenland. Eine Gemeinsamkeit 
ist ( ausgenommen Griechenland ), dass 
marktwirtschaftliche Strukturen erst spä-
ter Einzug hielten.
Schattenbanken 
sind in Österreich 
von eher geringer 
Bedeutung – öster-
reichische Institute 
wickeln Verbriefun-
gen jedoch vor allem 
über die Knoten-
punkte des euro-
päischen Schatten-
banksystems ab. 
Abbildung 4: 
Entwicklung des 
österreichischen 
SBS ( Obergrenze ) 
relativ zum BIP
Grundtyp 2: 
Schattenbanksystem-Intensität 
zwischen 3 und 0,5
Zu den Ländern mit einer durchschnittli-
chen Ausprägung des Schattenbanksek-
tors zählen (mit absteigender SBS-Inten-
sität) Dänemark, Belgien, Ungarn, Schwe-
den, Österreich, Portugal, Frankreich, 
Spanien, Deutschland, Italien und Finn-
land. Gemeinsam sind diesen Ländern 
ihre lange EU-Mitgliedschaft und gut ent-
wickelte realwirtschaftliche Strukturen. Als 
Begründung für die moderatere Ausprä-
gung des Schattenbanksystems gelten 
auch weniger laxe regulatorische Bedin-
gungen.
Das Volumen des österreichischen Finanz-
systems ist 4,5 Mal so groß wie das BIP, 
jenes des Schattenbanksystem 1,21 Mal 
so groß. Der Schattenbanksektor wuchs 
Quelle: OeNB, Eigene Darstellung
        

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