Full text: Verankerung wohlstandsorientierter Politik (165)

35 (4) Möglichkeiten und Grenzen der Verankerung wohlstandsorientierter Politik Im folgenden Kapitel stehen die politischen (Strategie-)Analysen und darauf basierenden Einschätzungen relevanter AkteurInnen, aber auch deren Movens im Fokus der Untersuchung. Basierend auf der inhaltsanalytischen Auswertung der 20 ExpertInneninterviews, die im Rahmen des Forschungsprojekts durchgeführt wurden, werden dabei zentrale Überlegungen zum skizzierten Erkenntnisinteresse dargelegt. Sortiert werden diese zum einen entlang von drei Achsen, die den drei Öffentlichkeiten entsprechen; und zum anderen entlang folgender zwei Fragen: Woran scheitert die Verankerung wohlstandsorientierter Wirtschaftspolitik auf der Basis alternativer Indikatoren bislang? Und wie ist eine solche Verankerung zukünftig zu bewerkstelligen? Was den Aufbau des Kapitels anbelangt, ist dieses in drei Abschnitte zu den erwähnten Öffentlichkeiten (mediale, wissenschaftliche bzw. politisch-institutionelle) unterteilt. Einleitend zu jedem Abschnitt wird dargelegt, wie sich die Verankerung alternativer Kennziffern, eines damit verbundenen Wohlstands- und Fortschrittsverständnisses bzw. einer darauf basierenden Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik aus Perspektive der verschiedenen Stakeholder-Gruppen bzw. der interviewten RepräsentantInnen jeweils darstellt. In der Folge gehen wir der Frage nach, woran aus deren Blickwinkel eine bessere Verankerung bislang scheitert bzw. wie diese zukünftig zu bewerkstelligen ist. Dabei wurde versucht, das aus den Interviews extrahierte Material zu jeweils drei zentralen Problem- bzw. darauf bezogenen Lösungskomplexen zu verdichten. Im darauffolgenden Kapitel 5 wird der Argumentationsgang alsdann thesenförmig resümiert, und es werden zentrale Schlussfolgerungen präsentiert. (4.1) Breite (mediale) Öffentlichkeit (4.1.1) Allgemeine Einschätzung Was die Frage der Verankerung des Themas in der breiten (medialen) Öffentlichkeit anbelangt, zeigt man sich in der Statistik Austria verhalten optimistisch. Konkret hat etwa Alexandra Wegscheider-Pichler (INTV), Leiterin der Stabsstelle Analyse der Statistik Austria, in Bezug auf Wie geht’s Österreich? (WGÖ?) „den Eindruck, dass es sehr breit verankert ist“, und meint, dass vor allem der jährlich erscheinende Bericht medial „sehr gut angenommen“ werde. Skeptischer ist man in diesem Zusammenhang im Bereich der

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