Full text: Verankerung wohlstandsorientierter Politik (165)

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Hinzu komme, dass es im Bereich der österreichischen Printmedien mit seinen wenigen 
und wenig umfangreichen Qualitätsprodukten häufig schlicht an Platz fehle, um solch 
komplexe wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen aufgreifen zu können; und 
durch den mangelnden Platz werde infolge auch eine regelmäßige Berichterstattung bzw. 
eine daraus erwachsende Diskussion verunmöglicht (vgl. Misik INTV; Himpele INTV). 
Andererseits liege es aber auch an den einzelnen JournalistInnen, ob sie vor dem 
Hintergrund struktureller Hürden (z.B. ausgedünnte Redaktionen, mangelnde Ressourcen) 
solche Themen aufgreifen und bearbeiten (vgl. Gepp INTV).37 Allgemein hinzu komme, 
dass nicht bloß in Österreich die mediale Debatte von einigen wenigen – vor allem 
kurzfristig insistierenden – Themen überlagert werde und man sich deshalb lieber mit 
diesen auseinandersetze, als „mit einem positiven Zukunftsszenario, für das es sich lohnt, 
sich zu engagieren und zu kämpfen“ (Stein INTV). 
Darüber hinaus sei schließlich zu bedenken, dass nach einer lange anhaltenden 
Betrachtung von Fragen des Wohlstands und Fortschritts „durch diese Brille des BIP“ 
(Strickner INTV) ein Wandel Zeit benötige und auch nur „Stück für Stück“ (Himpele INTV) 
vonstatten gehe: „[D]as zu verschieben, das geht eben nicht von heute auf morgen“ 
(Strickner INTV), das „braucht einfach Zeit“ (Schneider INTV). Gerade was die mediale 
Berichterstattung anbelangt, erweise es sich vor diesem Hintergrund auch als eine 
besondere Herausforderung, längerfristig am Thema dranzubleiben und „den Elan 
aufrecht zu erhalten“ (Feldhofer INTV). Vor diesem Hintergrund sei die unzureichende 
Verankerung der Debatte in der breiten Öffentlichkeit häufig auch nicht einer „bewusste[n] 
Entscheidung“, sondern schlicht „mangelnde[r] Aufmerksamkeit und […] Sensibilität“ 
(Marterbauer INTV) geschuldet.  
 
(4.1.3) Lösungsoptionen 
Die angesprochene ,Organisierung des Diskurses‘ – also die Frage, „wie stark das dann in 
den gesellschaftlichen, medialen Diskurs aufgenommen wird“ (Himpele INTV) – sei für die 
Statistik Austria – jenseits der etablierten Disseminationskanäle (Pressegespräche, 
                                                 
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 In den Wirtschaftsressorts hiesiger Printmedien würden – in Abgrenzung zu traditionellen Formen des 
Wirtschaftsjournalismus, etwa verstanden als „Anlegerjournalismus“ (Gepp INTV) – mittlerweile breitere 
Zugänge nämlich durchaus begrüßt. Die Debatte werde – entsprechende handwerkliche Fähigkeiten 
vorausgesetzt – seitens der Verantwortlichen (z.B. HerausgeberInnen, ChefredakteurInnen) jedenfalls 
durchwegs für wichtig erachtet: „Das ist alles nur Handwerk und hat nicht irgendwelche 
weltanschaulichen Hintergründe.“ (ebd.)
        

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