Full text: Alles Wissenswerte rund um die Lehrlingsausbildung

150 Längere Fehlzeiten des Lehrlings Die wichtigsten Verhinderungsgründe sind Krankheit, Kranken- pflegefreistellung, Betreuungsfreistellung und Schwangerschaft. Bei der Krankenpflegefreistellung besitzt man einen Anspruch auf bezahlte Krankenpflegefreistellung, wenn ein oder eine im gemein- samen Haushalt lebende/r naher Angehöriger oder nahe Angehöri- ge erkrankt und man wegen dessen oder deren Pflege nicht arbeiten gehen kann. Für das eigene Kind gilt das auch, wenn dies nicht im selben Haushalt lebt. Nahe Angehörige sind unter anderem: der oder die Ehepart- nerIn, der oder die eingetragene PartnerIn, der Lebensgefähr- te oder die Lebensgefährtin, Eltern, Großeltern, Kinder sowie Pflege- und Adoptivkinder. Handelt es sich nicht um einen Krankheitsfall, sondern ist die Betreu- ung eines gesunden Kindes notwendig, besteht die Möglichkeit der Betreuungsfreistellung. Das ist der Fall, wenn die Person, welche für die ständige „normale“ Kinderbetreuung verantwortlich ist, aus schwerwiegenden Gründen ausfällt. Für eine Betreuungsfreistellung ist kein gemeinsamer Haushalt notwendig. Tritt nun eine Verhinderung des Lehrlings ein, die über 4 Monate dau- ert, bestehen folgende Möglichkeiten: Einerseits kann gleich beim Abschluss des Lehrvertrags festgelegt werden, dass sich das Lehrverhältnis um die Zeit, die die 4 Monate der Verhinderung überscheitet, automatisch verlängert wird. Es wird also schon beim Abschluss des Lehrvertrags vorsorglich festgelegt, dass sich im Falle einer Verhinderung von mehr als 4 Monaten automatisch die Lehrzeit verlängert. Andererseits können auch während der Lehrzeit der Lehrvertrag ge- ändert und die Dauer des Lehrverhältnisses verlängert werden. Findet keine Vereinbarung zwischen dem oder der Lehrberechtigten und dem Lehrling statt, endet das Lehrverhältnis zur im Lehrvertrag vereinbarten Zeit. Da aber der Lehrling, wenn keine Lehrzeitverlänge-

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