Full text: Smart Meter

2 
 
 
I. Fragestellung 
 
Das Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010 ermächtigt den Bundesminister für 
Wirtschaft, Familie und Jugend per Verordnung die Einführung intelligenter Messeinrichtungen 
festzulegen. Im Fall der Verordnungserlassung sind die Netzbetreiber dazu verpflichtet, 
EndverbraucherInnen mit intelligenten Messgeräten auszustatten. Im Rahmen dieser Verordnung hat 
der Netzbetreiber aber auch den Wunsch der EndverbraucherInnen, kein intelligentes Messgerät zu 
erhalten, zu berücksichtigen. 
 
In der Intelligenten Messgeräte-Einführungsverordnung 2014 (IME-VO 2014) wird vorgegeben, dass die 
Netzbetreiber bis Ende 2019 mindestens 95 % der an das Netz angeschlossenen Zählpunkte als 
intelligente Messpunkte gemäß der Intelligenten Messgeräte-Anforderungs-Verordnung der E-Control 
2011 (IMA-VO 2011) auszustatten haben. 
 
Nach der Regelung der IME-VO müssen die Netzbetreiber 95 % der Haushalte mit einem Smart Meter 
ausrüsten. Demgegenüber steht § 83 Abs. 1 ElWOG, wonach die Netzbetreiber den Wunsch der 
EndverbraucherInnen berücksichtigen müssen, kein intelligentes Messgerät zu erhalten. Die 
vorliegende Studie untersucht, wie diese Diskrepanz aufgelöst und eine konsumentenfreundliche 
Lösung implementiert werden kann. Insbesondere wird geprüft, ob eine Nutzung von intelligenten 
Messgeräten durch die Netzbetreiber gegen den Willen der betroffenen KonsumentInnen mit dem 
Datenschutzgesetz 2000 (DSG 2000) vereinbar ist, sowie ob die Bereitstellung sogenannter Digitaler 
Standardzähler (DSZ), also von Messgeräten, die keine Viertelstundenwerte speichern und über keine 
Abschaltfunktion bzw. Leistungsbegrenzungsfunktion verfügen, in die 95 %-Quoten eingerechnet 
werden können.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.