Full text: Öffentliche Räume in Stadtentwicklungsgebieten Wiens (Nr 23)

ÖFFENTLICHE RÄUME IN STADTENTWICKLUNGSGEBIETEN WIENS 
26 ARBEITERKAMMER WIEN 
Da im Masterplan zur Seestadt ein Modal Split Ziel von 30% Anteil an mit Pkw zurückgelegten We-
gen festgehalten wurde, wurde im Gebiet die Stellplatzverpflichtung auf 70% herabgesetzt – aller-
dings werden keine Obergrenzen gesetzt, damit auf einen größeren Stellplatzbedarf reagiert werden 
könne. In den errichteten Baugruppen-Projekten konnte außerdem durch den Bau von „Wohnhei-
men“ die Errichtung der verpflichtenden Anzahl von Stellplätzen weiter gesenkt werden (Bei Heimen 
ist in Wien für je 10 Wohneinheiten ein Stellplatz zu schaffen). Im Erläuterungsbericht zum Flächen-
widmungs- und Bebauungsplan wird in diesem Sinne auch auf zusätzliche Maßnahmen, den Fuß- 
und Radverkehr aber auch den öffentlichen Verkehr zu fördern, hingewiesen. Darunter fallen unter 
anderem Carsharing-Standorte, großzügige Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und eine hohe Auf-
enthaltsqualität im öffentlichen Raum. 
 
3.3 Zwischen Kagran und Floridsdorf: Ehemalige Industrieareale und 
Einfamilienhäuser 
Das Untersuchungsgebiet der Bombardiergründe, der Grünen Schanze und der Frauen-Werk-Stadt I 
liegt an der Donaufelder Straße, am östlichen Rand des mittlerweile dicht bebauten Stadtgebiets des 
21. Bezirks. Im Westen verläuft das Gebiet entlang der Grenze zwischen dem ehemaligen Bombar-
dier-Areal und angrenzenden Wohnnutzungen zwischen Bessemerstraße, Schenkendorfgasse und 
Satzingerweg. Der westliche Bereich des Untersuchungsgebiets war ein ehemaliges Betriebsgelän-
de und wurde von Ludwig Lohner („Lohner-Porsche“) seit dem späten 19. Jahrhundert für den Bau 
von Automobilen, Wagen und Waggons genutzt. Etwa um 1970 wurden die Lohnerwerke von der 
Firma Bombardier übernommen. Da der Betriebsstandort nach der Jahrtausendwende nicht mehr 
den modernen Anforderungen an Industrie und Produktion entsprach, siedelte das Unternehmen in 
den 22. Bezirk um. Im Jahr 2006 wurde daher ein Konzept für die Nachnutzung des Geländes entwi-
ckelt.62 
 
3.3.1 Das Untersuchungsgebiet 
Im Süden des Untersuchungsgebietes befinden sich die autofreie Mustersiedlung und das aktuelle 
Stadtentwicklungsgebiet „Donaufeld“. Im Norden und Osten wird das Erhebungsgebiet durch Einfa-
milienhaussiedlungen, einen Grünraum und ein Schutzgebiet Wald und Wiesengürtel begrenzt. Das 
Gebiet ist vergleichsweise inhomogen, nördlich des Satzingerwegs und der Angyaföldstraße befin-
den sich Einfamilienhausgebiete, entlang des Carminweges und dem Brixweg gibt es kleinere Gar-
tensiedlungsgebiete. An der Donaufelder Straße befinden sich eine Gärtnerei und ein großer Su-
permarkt. Im Osten des Gebietes sind ein Gewerbepark und die Veterinärmedizinische Universität. 
Das Untersuchungsgebiet selbst beinhaltet die ehemaligen Bombardiergründe, die Frauen-Werk-
Stadt I und ihre Umgebung. 
                                                     
62 Stadt Wien, Magistratsabteilung 21 – Stadtteilplanung und Flächennutzung (2002a): Erläuterungsbericht Plan Nr. 7443, 
Gemeinderatsbeschluss vom 26.12.2002.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.