Title:
Mitbestimmung 4.0
Creator:
Heiling, Michael Wikipedia Hruska-Frank, Silvia Wikipedia Leitsmüller, Heinz Wikipedia Schneller, Hannes Wikipedia
PURL document:
urn:nbn:at:at-akw:g-1480561
PURL:
https://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/resolver?urn=urn:nbn:at:at-akw:g-1480576
Seite 1 
MitbestiMMung 4.0
Michael Heiling, Silvia Hruska-Frank, Heinz Leitsm�ller, Hannes Schneller
Dezember 2016
Das Wichtigste auf einen Blick
?  Debatten �ber die Digitalisierung, �ber Industrie 
und Wirtschaft 4.0 m�ssen unter Einbeziehung 
der inner- und �berbetrieblichen Vertretungs-
strukturen gef�hrt werden. 
?  Diese Debatten m�ssen auch Anforderungen an 
die Weiterentwicklung des kollektiven Arbeits-
rechts thematisieren. Wenn st�ndig �ber Moder-
nisierung und Innovation gesprochen wird, sollten 
diese auch hier nicht Halt machen. 
?  Im Bereich des betrieblichen Datenschutzes, der 
Arbeitsgesundheit, der Ausgestaltung von (neu-
en) Arbeitsvertr�gen, im Bereich des digitalen und 
mobilen Arbeitens stellt die Digitalisierung von 
Wirtschaft und Arbeit die Vertretungsk�rperschaf-
ten vor gro�e Herausforderungen und Verantwor-
tungen. Sie gibt diesen aber auch ein wesentliches 
Handwerkzeug mit. Um dieses handhaben zu 
k�nnen, braucht es ausreichend Ressourcen f�r 
Besch�ftigtenvertreterInnen.
?  Unabh�ngig davon machen Trends und Entwick-
lungen in der betrieblichen Organisationspraxis, 
die durch eine verst�rkte digitale Entwicklung un-
ter Umst�nden noch weiter dynamisiert werden, 
eine Weiterentwicklung bzw. Anpassung der 
Mitbestimmungsinstrumente notwendig.
Worum es geht
Die Rahmenbedingungen der Wirtschaft, insbe-
sondere aber viele Arbeitsbedingungen, haben 
sich seit Inkrafttreten des Arbeitsverfassungs-
gesetzes (ArbVG) und seit der gesetzlichen Veran-
kerung der Aufsichtsrats-Mitbestimmung stetig und 
auch tiefgreifend ver�ndert. Derzeit wird gar von 
einer neuen Qualit�t einer industriellen Revolution 
unter dem Stichwort �Industrie 4.0� gesprochen. 
Bereits jetzt sind Trends in der betrieblichen und 
�berbetrieblichen Praxis zu erkennen, die jedenfalls 
das Potenzial haben, durch die fortschreitende Di-
gitalisierung von Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft 
weiter verst�rkt zu werden. 
Es gilt einerseits die bestehenden Mitbestim-
mungsm�glichkeiten zu nutzen und Beleg-
schaftsvertreterInnen mit den entsprechenden 
Ressourcen auszur�sten. Debatten �ber die Digi-
talisierung und Modernisierung der Arbeitswelt und 
der Wirtschaft d�rfen nicht einseitig aus Perspekti-
ve der ArbeitgeberInnen diskutiert werden sondern 
brauchen eine faire und ad�quate Einbeziehung 
jener Menschen, die die Auswirkungen massiv 
betreffen werden: der ArbeitnehmerInnen und ih-
rer VertreterInnen. Dazu braucht es entsprechende 
Handwerkzeuge und somit eine Weiterentwicklung 
des kollektiven Arbeitsrechts. 
AK Policy PAPer
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.