Full text: Arbeitszeiten von Paaren

Paararbeitszeiten 
 
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Vorteile, steht doch ein echter Jahresdurchschnitt zur Verfügung, d.h., sowohl zu 
intensiven Arbeitsphasen als auch zu Feiertagen und Ferienzeiten werden Personen 
befragt.  
Für die Definition von Erwerbstätigkeit im Mikrozensus wird das Labour Force Konzept 
der ILO verwendet. Erwerbstätig ist, wer in einer bestimmten Woche mindestens eine 
Stunde gegen Bezahlung gearbeitet hat. In der österreichischen Umsetzung des Labour-
Force-Konzepts werden Frauen in Mutterschutz und Personen in Elternkarenz ebenfalls 
zu den Erwerbstätigen gerechnet, was gerade auf die Erwerbstätigenquoten von Eltern 
kleiner Kinder eine verzerrende Wirkung hat. Aus diesem Grund werden für die hier 
präsentierten Analysen Personen in Elternkarenz zu den Nicht-Erwerbstätigen gezählt. 
Im Mikrozensus wird die wöchentliche Arbeitszeit nach zwei unterschiedlichen 
Definitionen erfasst: Mit den Normalarbeitsstunden werden die durchschnittlich 
regelmäßig geleisteten Arbeitsstunden inklusive regelmäßiger Über- und Mehrstunden 
erfasst.5 Mit den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden werden die Arbeitsstunden in 
einer bestimmen Referenzwoche (vgl. oben) erhoben. In die tatsächlich geleisteten 
Arbeitsstunden werden Über- und Mehrstunden eingerechnet, nicht geleistete Stunden 
aufgrund von Urlaub, Feiertagen oder Krankheit werden abgezogen.  
Zusätzlich wird im Mikrozensus nach der gewünschten wöchentlichen Arbeitszeit 
gefragt, einschränkend wird dabei darauf hingewiesen, dass mit einer geringeren 
Wochenarbeitszeit finanzielle Verluste verbunden sein können.  
Alle Erwerbstätigen werden im Mikrozensus nach einer Selbstzuordnung zu Vollzeit- 
oder Teilzeitarbeit gefragt. Personen, die normalerweise weniger als 30 Stunden pro 
Woche arbeiten, gelten dabei immer als teilzeitbeschäftigt, und Personen, die 36 oder 
mehr Stunden beschäftigt sind, gelten als vollzeiterwerbstätig.  
Für die Analysen musste aus den Einzelpersonen im Datensatz ein Paar-Datensatz 
gebildet werden. Hier wurde im Zuge der Programmierung und bei der Analysestrategie 
versucht, Geschlechterstereotype so weit als möglich zu vermeiden. So kann der/die erste 
PartnerIn im Haushalt sowohl weiblich als auch männlich sein.  
Im Mikrozensus-Datensatz finden sich auch gleichgeschlechtliche Paare. Die 
Absolutzahl dieser Paare ist aber für eine gesonderte Auswertung deutlich zu gering. Aus 
diesem Grund wurden diese Paare belassen und finden sich nun in der Kategorie „Paare“. 
Bei nach Geschlechtern getrennten Auswertungen werden sie ihrem registrierten 
Geschlecht entsprechend zugeordnet.  
Für die Analysen wird die betrachtete Altersgruppe auf PartnerInnen zwischen 18 und 64 
Jahren eingeschränkt. Konkret bedeutet dies, dass Paare, bei denen mindestens einE 
PartnerIn bereits das gesetzliche Pensionsalter erreicht hat, aus dem Datensatz entfernt 
wurden.  
Ausgeschlossen werden zudem Paare, in denen beide selbständig erwerbstätig sind. Dies 
trifft auf ca. 3% der Paare der Stichprobe zu.  
                                                 
5  Hier ist es auch möglich, „stark schwankende Arbeitszeiten“ anzugeben. Um diese Personen für die 
Analysen nicht zu verlieren, wird die Angabe in diesem Fall durch die tatsächliche Arbeitszeit ersetzt.
        

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