Full text: Arbeitskräfteüberlassung in Österreich (024)

137 VERLÄUFE NACH ENDE DER ARBEITSEINSÄTZE UND DIE PROBLEMATIK DER EINVERNEHMLICHEN AUFLÖSUNGEN 10 VERLÄUFE NACH ENDE DER ARBEITSEINSÄTZE UND DIE PROBLEMATIK DER EINVERNEHMLICHEN AUFLÖSUNGEN 10.1 Das Einsatzende beim Beschäftigerbetrieb aus Sicht der Leih- arbeiterInnen Im Kapitel zuvor wurde gezeigt, dass vor allem einvernehmliche Auflösungen von Dienst- verhältnissen in der Branche der Arbeitskräfteüberlassung eine im Vergleich zu anderen Branchen hohe Bedeutung haben. Im Rahmen der Interviews mit den LeiharbeiterInnen wurde der Ablauf am Ende eines Arbeitseinsatzes in einem Beschäftigerbetrieb näher untersucht. Bei 75 % der Befragten kam es im Jahresverlauf zu einem Einsatzende, bei 16 % der LeiharbeiterInnen lag ein ganzjähriger Einsatz im Beschäftigerbetrieb vor, und 9 % wollten sich nicht zur Frage äußern. Die folgenden Analysen beziehen sich somit auf jene 75 % der LeiharbeiterInnen, die eine Beendigung eines Arbeitseinsatzes hatten bzw. die entsprechenden Fragen beantworteten. Der mehrheitlich typische Verlauf nach Ende eines Arbeitseinsatzes fällt dabei, so zeigen die Ergebnisse, recht unterschiedlich aus (siehe Tabelle 45). Jede vierte überlassene Arbeitskraft wechselt typischerweise nahtlos zum nächsten Einsatz. Fast jede/r Fünfte (siehe Tabelle 87 f.) wird vom Beschäftigerbetrieb in die Stammbelegschaft übernom- men, was bei der Berufsgruppe der MandatarInnen, Rechts-, Verwaltungs- und Büro- berufe (38  %) und damit in Verbindung stehend bei höher qualifizierten Tätigkeiten (30 %) überdurchschnittlich oft zutrifft. Etwa gleich viele Personen nennen „sonstige“ Umstände, wie beispielsweise den Konsum von Urlaub.15 Bei einer relativ kleinen Gruppe (4 %) erfolgt ein Wechsel in eine entlohnte Stehzeit. In weiterer Folge kommt es bei der relativen Mehrheit der Befragten (35 %) üblicherweise zu einer sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Überlasserbetrieb. Personen, die Hilfstätigkeiten aus- 15 Inwiefern dies in beiderseitigem Einverständnis erfolgte oder ob der Urlaub einseitig durch den/die ÜberlasserIn verordnet wurde, wurde in den Interviews nicht näher erfragt.

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