Full text: Pflichtpraktikum für Handelsschulen

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der vierten Klasse einen Ortswechsel, mir ging es nicht gut und daher schaffte 
ich den Hauptschulabschluss nicht in der regulären Zeit. Ich bin jetzt 19 und 
lebe bei meiner Mutter. Nächstes Jahr schließe ich diese Schule ab.  
In den letzten Ferien habe ich nichts für das Praktikum gemacht, aber ich werde 
nächsten Sommer mein Praktikum machen. Ich werde im Büro einer 
Versicherung arbeiten. Mein Papa kennt da jemanden. Ich werde vier Wochen 
durcharbeiten, dabei auch von Haus zu Haus gehen und Versicherungen 
verkaufen.“  
Sara: „Das könnte ich nicht machen, ich kann mir nicht vorstellen von Haus zu 
Haus zu gehen, anzuklopfen und zu fragen, ob jemand im Haus eine 
Versicherung braucht.“ 
Vera: „Die Termine werden natürlich im Vorhinein telefonisch vereinbart.“ 
Sara: „Trotzdem wäre das nichts für mich. Ich bin froh, dass ich das Praktikum 
in einer Buchhaltung machen darf. Mir fehlen noch 40 Stunden. Letzten 
Sommer habe ich über eine Bekannte unserer Familie, die für meinen Papa die 
Buchhaltung macht, den Praktikumsplatz in dieser Firma bekommen. Mein 
Papa hat eine Elektrofirma und meine Mutter macht auf selbstständiger Basis 
Fußpflege. Nächsten Sommer darf ich wieder in dieser Buchhaltung arbeiten. 
Mir fehlt nur noch eine Woche, dann habe ich die 150 Stunden für das 
Praktikum beisammen.  
Sobald wir die Stunden für das Praktikum haben, dürfen wir das Portfolio 
abgeben. Das Portfolio haben wir schon in der Schule ein bisschen 
angefangen, die Grundbausteine sind gelegt. Jetzt müssen wir das noch zu 
Hause ausgestalten und verschönern. Im Mai sollen wir schon alles ausgefüllt 
haben und dann der Frau Professor vorlegen. Im Oktober nächsten Schuljahres 
müssen dann alle ihr Portfolio abgeben, bis dahin müssen ja alle das 
Pflichtpraktikum absolviert haben.“  
Vera: „Für einige von uns wird es stressig, weil sie bis jetzt noch nie gearbeitet 
haben, die fangen erst im kommenden Sommer an und können das Portfolio 
noch nicht ausfüllen. Aber ich denke, dass man im Verkauf eh gleich was am 
Samstag kriegt.“ 
Sabine: „Nein. Das ist voll schwer.“ 
Sara: „Samstagsjobs bekommst schon leicht. Allein im Outletcenter suchen sie 
ständig Leute.“
        

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