Full text: IFAM Info - 2010 Heft 3 (3)

Wahl durch die Hauptversammlung In der Haupt(General)versammlung wird über den Vor­ schlag des Aufsichtsrats abgestimmt, dh der Abschluss­ prüfer wird gewählt. Sie ist an den AufR­Vorschlag nicht gebunden. Nach der Wahl hat der Aufsichtsrat keine Möglichkeit mehr, an Stelle des gewählten Prüfers einen anderen Prüfer einzusetzen. Die AufR­Mitglieder sind zur Teilnahme an der Haupt(General)versammlung, die über die Bestellung des Prüfers zu entscheiden hat, einzuladen. Auftragserteilung – Prüfungsvertrag Nach der Wahl in der Haupt(General)versammlung hat der Aufsichtsrat selbst die Vertragsverhandlungen zu führen und den Prüfungsvertrag mit dem Abschluss­ prüfer abzuschließen. ? Der Prüfungsinhalt und –umfang sind durch das UGB vorgegeben und können daher durch eine Vereinba­ rung zwischen AufR und Prüfer nicht eingeschränkt werden. Einflussmöglichkeiten des AufR ergeben sich jedoch durch Abstimmung von Prüfungsschwer­ punkten bzw durch Festlegung zusätzlicher Prüfungs­ schwerpunkte. So kann zB der AufR den Abschluss­ prüfer beauftragen, das Kontrollsystem beim Derivate­ handel zu prüfen, da der AufR vermutet, dass dieses vom Vorstand vernachlässigt wird. ? Ebenso sollten zusätzliche relevante Informationen, die im neuen „verkürzten“ Prüfungsbericht nicht enthalten sind, direkt in den Prüfungsvertrag hinein reklamiert werden (siehe auch Ifam­Sonderausgabe März 2010). ? Vor Beginn der Prüfung sollten weiters die Eckpunkte der Kommunikation festgelegt werden. So sollte sicher­ gestellt werden, dass auch während der Prüfung alle wesentlichen Feststellungen vom Prüfer an den AufR bzw Prüfungsausschuss gemeldet werden (zB uner­ wartet hohe Verluste, Betrugsfälle oder grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und Prüfer). ? Zur Auftragserteilung gehört stets die Honorar­ vereinbarung. Das Honorar muss gemäß § 270 (1) UGB in einem angemessen Verhältnis zu den Auf­ gaben des Prüfers sowie zum Umfang der Prüfung stehen. Das Prüfungshonorar – aber auch der Vertrag selbst – dürfen nicht davon abhängen, ob neben der Prüfungstätigkeit auch noch andere Leistungen für die geprüfte Gesellschaft erbracht werden. Damit soll einer möglichen Gefährdung der Unabhängigkeit und Unbefangenheit des Prüfers durch unangemessen geringe Prüfungshonorare vorgebeugt werden – vor allem dann, wenn die Prüfung mit lukrativen Bera­ tungstätigkeiten verbunden werden soll. Was der Abschlussprüfer (nicht) prüft Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresab­ schlussprüfung zu prüfen, ob die gesetzlichen Vorschrif­ ten eingehalten wurden. Im Mittelpunkt steht dabei die Überprüfung, ob die Vermögenswerte und Schulden erfasst sind, auch existieren, zutreffend bewertet sind, sie dem Unternehmen gehören und im Jahresabschluss richtig dargestellt wurden. Er hat primär nicht die Auf­ gabe, die Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Mittelverwendung zu überprüfen. Er prüft also nicht, ob das Unternehmen gute Leistungen erbracht oder das Management gut gewirtschaftet hat. Dies ist Aufgabe des Aufsichtsrates. Die einzige Ausnahme ist die Über­ prüfung auf bestandgefährdende Tatsachen im Rahmen Schnupperkurs für NeueinsteigerInnen 29.-30. November 2010 Orientierung im Aufsichtsrat Grundmodule 13.-16. September 2010 Rechte und Pflichten im Aufsichtsrat 18.-21. Oktober 2010 Wirtschaftliche Mitbestimmung im Aufsichtsrat 24.-26. November 2010 Die Aufsichtsratssitzung Die Anmeldung für die Frühjahrstermine 2011 ist ab Mitte Oktober möglich. Wahlmodule 8.-9. November 2010 Wissen für Aufsichtsrats­ profis: Effizienz­Mängel, Internes Kontrollsystem, Risiko management, Wie und Was prüft der Wirtschafts­ prüfer? 22.-23. November 2010 Umstrukturierung, Ausgliederung, Fusion IFAM-Auskünfte Inhaltliche Fragen: Ines Hofmann, Ines.Hofmann@akwien.at oder 01/50165­2268 Organisatorische Fragen: Friederike Harmuth, Friederike.Harmuth@akwien.at oder 01/50165­3281 IFAM-Anmeldung Nicole Appinger ÖGB­Bildungsreferat bildung@oegb.at 01/534 44­39254 IFAM TERMINE HERBST 2010 ?IFAM BE RE IT S Au Sg EB uC HT be re it a s eb ch t

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.