Full text: IFAM Info - 2013 Heft 2 (2)

Korruption ist ein „Heimlichkeitsdelikt“ oder mit anderen Worten: „Offenlegung, Transparenz und Dokumentation sind die Feinde der Korruption“ (Georg Krakow). Wenn erhaltene Vorteilszuwendungen dem eigenen Arbeitgeber gegenüber offengelegt werden, dann kann dies ein Indiz dafür sein, dass es sich nicht um verbotene Geschenk- annahme handelt. Auch kann das Unternehmen nur dann auf die Vorteilszuwendung reagieren, wenn es davon weiß. Tipps für den Aufsichtsrat Hier sind vor allem zwei Punkte zu nennen: Das Thema Korruption bzw Compliance sollte zumindest einmal im Jahr auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats stehen. Weiters ist Vorsicht geboten, wenn allfällige Compliance- Berichte regelmäßig zum Ergebnis kommen, es sei alles in bester Ordnung. Erfahrungswerte zeigen, dass selbst in den seriösesten Unternehmen Unregelmäßigkeiten nicht immer sofort im Keim erstickt werden können. Falls dies aber nicht gelingt, dann ist es wichtig dies zu erken- nen und darauf zu reagieren. Hinweise Eine Liste der Unternehmen, die vom Rechnungshof kontrolliert werden und deren Organe und Dienstnehmer daher unter dem Begriff des Amtsträgers fallen ist auf der Homepage des Rechnungshofes unter http://www.rech- nungshof.gv.at/beratung/pruefobjekte.html zu finden. Erläuterungen zur neuen Rechtslage mit vielen Beispielen finden sich in der Fibel zum Korruptionsstrafrechtsän- derungsgesetz 2012 des Bundesministeriums für Justiz (http://www.justiz.gv.at/internet/html/default/2c9484853 98b9b2a013c6764c78f2bfb.de.html). Ein Kurzfilm der Veranstaltung ist unter http://wien.arbeiterkammer.at/veranstaltungen/ veranstaltungsrueckblick.htm abrufbar. ?ifam arBeit & WirtsChaft – auf deN BLoG GeBraCht! Der Blog „Arbeit & Wirtschaft“ versteht sich als digita- les Informations- und Diskussionsangebot ergänzend zur gleichnamigen Zeitschrift. Wir richten uns an Menschen, die an Perspektiven für eine Gestaltung der Gesellschaft im Sinne der arbeitenden Menschen interessiert sind. Wir setzen Diskussionsimpulse und liefern kurze aktuelle Analysen an der Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft, Vertretung der arbei- tenden Menschen und interessierter Öffentlichkeit. Der Blog dient der Diskussion aktueller Fragestel- lungen und liefert abseits des Mainstreams kritische Interpretationsangebote. Abonnieren: http://blog.arbeit-wirtschaft.at/ HInweIs Dynamische Umwelten und zu- nehmende Komplexität zwingen Unternehmen vermehrt, die damit einhergehenden Risiken zu managen und ihre Ziele laufend zu überprüfen und anzupassen. Durch Frühwarn- systeme sollen Risiken – aber auch Chancen – und ihre Auswirkungen auf das Unternehmen frühzeitig erkannt und dadurch Handlungs- spielräume für strategische Maß- nahmen gewonnen werden. Somit steigt das Erfordernis weiter an, ein entsprechend wirksames Risiko- managementsystem und zielgerichtetes Controlling im Unternehmen einzurichten. Gleichzeitig bedarf es für eine zukunftsorientierte Überwachung im Aufsichtsrat – neben dem entsprechenden Zeitbudget und dem Willen, sich auch mit negativen Entwicklungen und Szenarien im Aufsichtsrat ernsthaft auseinanderzuset- zen – dem Verständnis der entsprechenden Analyse-, Planungs- und Überwachungsinstrumente (wie SWOT- Analyse, Portfolioanalyse, ABC-Analyse, Deckungsbei- tragsrechnung, Balanced Scorecard usw). Das neue VÖGB-Skriptum „Risikomanagement und Controlling“ und die folgende Artikelreihe soll eine Einführung dazu geben. Die Welt des Risikos Unternehmerisches Handeln ist mehr oder weniger immer mit gewissen Risiken verbunden. Der Begriff Risiko wird dabei mit unterschiedlichsten Bedeutun- gen assoziiert. Die Definitionen reichen von „Gefahr einer Fehlabweichung“ bis ihn zur mathematischen MMaga Ines Hofmann ist Mitarbeiterin in der Abteilung Betriebswirtschaft der AK Wien beschäftigt. Schwerpunkte: Beratung, Aus- u Weiterbildung von AufsichtsrätInnen RISIKOMANAGEMENT: RISIKEN IDENTIFIZIEREN UND PRIORISIEREN VoN iNes hofmaNN

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