Full text: IFAM info - 2020 Heft 3 (3)

www.ifam-aufsichtsrat.atwww.voegb.at/IFAM Ausstattung: Privates Equipment im Einsatz Internet, Computer, Drucker, Schreibtischsessel – all diese Dinge und noch mehr stehen im Büro selbstver- ständlich zur Verfügung. Der plötzliche Wechsel ins Homeoffice bedeutete, dass viele ArbeitnehmerInnen private Ausstattung für ihre Arbeit benutzten. Zwei Drittel der Befragten gaben an, einen Laptop des Arbeitgebers zur Verfügung zu haben, ein Drittel nutzte private Geräte. Bei Mobiltelefonen konnte nur gut die Hälfte auf ein Gerät des Arbeitgebers zurückgreifen. Bei Druckern oder Schreibtischsessel kam fast aus- schließlich private Ausstattung zum Einsatz. Spannend ist dabei ein Blick auf die technische Ausstattung nach Geschlecht: Männer verfügen im Homeoffice über deut- lich bessere Ausstattung als Frauen. Rund zwei Drittel der Personen im Homeoffice geben an, für die Arbeit zu- hause ein Zimmer zur Verfügung zu haben, in dem sie sich überwiegend alleine aufhalten. Kinderbetreuung und Schule Die geschlossenen bzw. nur bedingt zugänglichen Schulen und Kindergärten stellten insbesondere Eltern vor große Herausforderungen. Die Hauptlast haben da- bei Frauen getragen. 53??????????% von ihnen haben jeden Tag zwei Stunden und mehr ihre Kinder bei schulischen Auf- gaben unterstützt, bei Männern waren das im Vergleich „nur“ 41%. Grundsätzlich war die Arbeitszufriedenheit bei ArbeitnehmerInnen ohne Kinder im Haushalt klar höher als bei jenen mit Kinderbetreuungspflichten. „Nehmt doch noch zur Sicherheit eure Laptops mit“, hieß es Mitte März in vielen Büros. Was dann folgte, war bezüglich Tempo und Ausmaß eine ra- dikale und beispielslose Veränderung der Arbeitswelt. Plötzlich arbeiteten 42 % aller ArbeitnehmerInnen von zu- hause, der Großteil täglich oder mehr- mals pro Woche. Eine Umfrage des Ins- tituts für Empirische Sozialforschung (IFES) im Auftrag der AK Wien beleuch- tete Rahmenbedingungen ebenso wie die Auswirkun- gen auf Arbeit und Vereinbarkeit. Die Befragung wurde im April 2020 durchgeführt. Jede/r Fünfte arbeitet erstmals von zuhause Mit den Möglichkeiten der zunehmenden Digitalisierung wurde in den vergangenen Jahren Homeoffice, also die Erledigung beruflicher Tätigkeiten von zuhause, zuneh- mend zum Thema. Die Bestandsaufnahme im „corona- bedingten“ Ausnahmezustand zeigte aber, dass 22???????????% aller ArbeitnehmerInnen zuvor noch nie im Homeoffice arbeiteten, weitere 10????????% nur selten. Jene, die nicht im Homeoffice arbeiteten, gaben zum Großteil an, dass dies in ihrem Beruf nicht möglich wäre (?82????????%??), 9???????% lehnten Homeoffice ab, obwohl es prinzipiell möglich wäre. Bei 8???????????% der ArbeitnehmerInnen wurde Homeoffice durch den Arbeitgeber nicht unterstützt. HOMEOFFICE: „CRASHKURS“ DIGITALISIERUNG FÜR DIE ARBEITSWELT CHRISTINA WEICHSELBAUMER ÖSTERREICH InstItut Für AuFsIchtsrAt- MItbestIMMung IFAMINFO NR 3 August 2020 Maga Christina Weichselbaumer ist Expertin im Büro für Digitale Agenden der AK Wien

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