Full text: Pkw-Emissionen aus Umwelt- und Verbrauchersicht (196)

Der Pkw-Verbrennungsmotor kommt nicht aus den Schlagzeilen. Diesel-Gipfel, Verfall der 
Gebrauchtwagenpreise von Diesel-Pkw und Verhaftungen führender Manager in der Autoindustrie 
sind nur einige Schlaglichter dieser Dauerberichterstattung. Dahinterstehen aber auch komplexe 
Fragestellungen und bis dato unklar regulierte Sachverhalte. Werden Dieselmotoren jemals sauber 
oder sind Umweltzonen mit Pkw-Fahrverboten die unausweichliche Konsequenz? Können bei 
Typenprüfung jemals verlässliche Zahlen zu CO2, Treibstoffverbrauch und Stickoxid-Emissionen 
festgestellt werden oder sind wir den Manipulationen der Autoindustrie hilflos ausgeliefert? Trotz 
anhaltender Diskussion blieben und bleiben viele Dinge, nicht zuletzt aufgrund der technischen 
Komplexität, aber unterbelichtet und unbeantwortet. 
Vor diesem Hintergrund hat die AK das Umweltbundesamt im Jahr 2017 mit dieser Studie beauftragt, 
um die wesentlichen Problembereiche bei Emissionen von Pkw-Verbrennungsmotoren zu ermitteln 
und für eine breite Öffentlichkeit kompakt aufzuarbeiten. Unser Dank gilt daher den beiden 
StudienautorInnen, Günther Lichtblau und Barbara Schodl, die diese Herausforderung angenommen 
und eine wertvolle Studie erarbeitet haben. 
Die AK thematisiert diese Lücken bei der Regulierung, weil am Ende dieses Versagens in der Regel 
der geschädigte Verbraucher oder Arbeitnehmer steht, der auf das Auto angewiesen ist. Dieses 
Versagen bei Regulierung und öffentlichen Behörden ist aber auch verantwortlich, dass bei der 
Luftreinhaltung manchmal etwas vorschnell vom Ende der Verbrennungsmotoren bei Pkw die Rede 
ist. Wir glauben auch hier, dass ein faktenbasierter Zugang am Anfang eines Prozesses stehen muss, 
der diese Probleme überwinden muss. 
 
 
Franz Greil (AK Wien) 
Wien, Juli 2018
        

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