Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

1 I. SUMMARY Mit diesem Bericht präsentierten wir eine detaillierte Analyse unterschiedlich flexibler bzw. selbstgesteuerter Arbeitszeitarrangements, ihrer Formen und ihrer tatsächlichen Verbreitung am Arbeitsmarkt. Zusätzlich im Fokus der Untersuchung war eine differenzierte Betrachtung der arbeitszeitbezogenen Charakteristika flexibler Arbeitszeiten sowie ihrer Wirkung hinsichtlich der Vereinbarkeit von Arbeit und Leben. Ebenso wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen den identifizierten Arbeitszeitarrangements und der Teilnahme bzw. Nicht-Teilnahme an berufsbezogenen Weiterbildungsmaßnahmen untersucht. Konkret wurden für die Untersuchung folgende Fragen formuliert: ? Welche flexiblen Arbeitszeitarrangements sind am österreichischen Arbeitsmarkt zu finden und wie verbreitet sind sie? ? Wie unterscheiden sich die Arbeitszeitarrangements hinsichtlich arbeitszeitbezogener Charakteristika? ? In welchem Zusammenhang stehen die Arbeitszeitarrangements mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Leben? ? Gibt es unterschiedliche Nutzungsmuster beruflicher Aus- und Weiterbildung im Kontext verschiedener Arbeitszeitarrangements? Als Datenbasis für das Projekt wurde das Mikrozensus-Modul 2015 zum Thema Arbeitszeitorganisation und Arbeitszeitgestaltung verwendet. Diese Befragung richtete sich an eine Stichprobe aller Erwerbstätigen in Österreich im Alter von 15 bis 64 Jahren. Insgesamt wurden etwas mehr als 10.000 Personen befragt. Die vorgestellten Analysen beziehen sich auf unselbständig Beschäftigte und damit auf 9.357 Interviews. Bildung einer Typologie flexibler und selbstgesteuerter Arbeitszeiten Für die Analyse wurde aus den Antworten auf drei Fragen eine Typologie unterschiedlicher Arbeitszeitarrangements gebildet. Konkret wurden für die Bildung der Typologie folgende Informationen herangezogen: ? der „Grad der Selbstbestimmung der Arbeitszeit“ ? die „pauschale Abgeltung von Überstunden“1 ? die „Erfassung der Arbeitszeit“. Diese drei Dimensionen beeinflussen und formen die Arbeitszeitorganisation wesentlich. Auf Basis ihrer empirischen Verbreitung wurden insgesamt zehn Typen gebildet. Diese reichen von „fixen Arbeitszeiten, keine Überstundenregelung, automatische Zeiterfassung“ über „teilweise selbstbestimmte Arbeitszeiten, keine Überstunden- sonderregelung, automatische Zeiterfassung“, d.h. Gleitzeit bis hin zu „vollständig selbstbestimmten Arbeitszeiten, Überstundensonderregelung, keine Zeiterfassung“. 1 Damit sind All In-Vereinbarungen und pauschal abgegoltene Überstunden gemeint.

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